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Oschatz Feuerwehren aus Dahlen und Schmannewitz ziehen bei Übung Mann aus Abwasserschacht
Region Oschatz Feuerwehren aus Dahlen und Schmannewitz ziehen bei Übung Mann aus Abwasserschacht
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13:56 20.10.2016
Nachdem die Person mit dem Abseilgerät aus dem Schacht gerettet wurde, stehen andere Helfer schon mit dem Rettungsbrett bereit. Draußen wird der Übungsort mit dem Powermoon – einer blendfreien Leuchte – der Schmannewitzer Wehr erhellt (kleines Bild). Quelle: Fotos: Dirk Hunger
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Dahlen

Es ist kurz nach 19 Uhr und bereits stockfinster. In der Dahlener Schießhausstraße aber scheint der Mond gleißend hell. Genau genommen ist es der „Powermoon“, englisch für starker Mond, der das Gelände des Abwasserverbandes Untere Döllnitz erhellt. Die Superleuchte gehört zum neuen Schmannewitzer Feuerwehrfahrzeug und sorgt weithin sichtbar für blendfreies Licht – ideal für Einsätze im Dunkeln.

Die Helfer aus dem Nachbarort haben sich gemeinsam mit den Kameraden aus Dahlen zu einer Übung getroffen, um Handgriffe an Rettungstechnik zu trainieren, die eher selten zum Einsatz kommt: Mit Mittelpunkt steht das Abseilgerät Rollgliss. „Das nutzt die Bergrettung auch und ist ideal um Personen, die nicht über eine Treppe oder Leiter geborgen werden können, zu retten“, beschreibt Matthias Löwe. Der Bürgermeister und Feuerwehrmann ist als Einsatzleiter bei der Übung vor Ort und beschreibt das Szenario, mit dem die Kameraden konfrontiert werden: „Wir gehen davon aus, dass sich in der Anlage des Abwasserverbandes Faulgase gebildet haben und der Mitarbeiter, der die Wartung durchführen sollte, deshalb ohnmächtig geworden und hingefallen ist und sich dabei verletzt hat.“

Rettungsübungen für Ernstfall geprobt

Von der Straße aus nicht zu erkennen, befindet sich auf dem Gelände des Abwasserverbandes ein unterirdisches Becken. „Das dient zur Entlastung, etwa bei starkem und anhaltendem Regen. Dann kann das Wasser zunächst hier gesammelt und dann zum Klärwerk weitergeleitet werden“, erklärt Ted Linke vom Verband. Die Anlagen würden mehrmals pro Woche kontrolliert und es sei auch im Sinne des Abwasserverbandes „Untere Döllnitz“, wenn Rettungsübungen für den Ernstfall geprobt werden.

Bevor die Feuerwehrleute zur Rettung in den Schacht steigen, legen sie Atemschutzausrüstung an. „Das machen heute erstmals auch einige der jungen Kameraden mit. Wir wollen, dass sie unter realistischen Bedingungen ein Gefühl für die Technik bekommen“, beschreibt Matthias Löwe, „immerhin hat die Ausrüstung ein ziemliches Gewicht, dazu kommt, dass es in der Anlage unten dunkel und eng ist, da muss man trotzdem ruhig und sicher arbeiten.“ Außerdem sei es nötig, dass Übungen auch gemeinsam durchgeführt werden. „So sieht ja auch unsere Wirklichkeit als Feuerwehrleute aus: Gerade tagsüber und in der Woche kann eine Wehr alleine kaum etwas ausrichten, deshalb rücken wir gemeinsam aus und fördern diese Zusammenarbeit schon in der Ausbildung“, so Löwe.

Einsatzleiter mit Leistung der Kameraden zufrieden

Abschließend war er mit dem geprobten Ernstfall zufrieden: Sowohl am Abseilgerät der Dahlener als auch bei der Schmannewitzer Spezial-Beleuchtung seien die Handgriffe sicherer geworden. „Wir sind Freiwillige und hantieren damit nicht jeden Tag. Kommt es darauf an, darf man nicht aber erst hektisch herum probieren“, fordert er.

Von Jana Brechlin

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