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Oschatz Feuerwehrleute der Region pochen auf weitere Eigenständigkeit
Region Oschatz Feuerwehrleute der Region pochen auf weitere Eigenständigkeit
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17:23 29.04.2015

Von Hagen Rösner

"Wir sind in den vergangenen zehn Jahren zu einer eingeschworenen Truppe zusammengewachsen, obwohl es am Anfang sicherlich auch Probleme gegeben hat", erinnert sich der Chef des Kreisfeuerwehrverbandes Frank Reichel. "Wir haben als Leitungsgremium versucht, die Bereiche und die Befindlichkeiten aus den Regionen aufzulösen. Als Verband tagen wir immer an verschiedenen Standorten im Verbandsgebiet und können so gut die Nähe zu den Kameraden herstellen" , verrät Reiche das Verbandskonzept.

Dass den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Jubiläum eine Vereinigung mit dem Kreisfeuerwehrverband Delitzsch zuvorkommt, das kann Reichel als Torgau-Oschatzer Verbandschef ausschließen. "Es gibt eine ordentliche Zusammenarbeit zwischen dem Kreisverband Delitzsch und dem Torgau/Oschatzer Kreisverband. Erst unlängst war ich mit meinem Delitzscher Verbandskollegen Peter Schwenckner in Görlitz unterwegs. Wir verstehen uns gut. Auch Landrat Michael Czupalla teilt unsere Meinung zu den zwei Kreisverbänden. Er hat uns gegenüber geäußert, dass er damit ganz gut leben kann", erklärt Reichel.

Ein wichtiger Punkt ist die Mitgliederzufriedenheit. "Ein riesiger Kreisfeuerwehrverband für den Kreis Nordsachsen ist in meinen Augen zu unübersichtlich. Vor allem, wenn es um ganz individuelle Abstimmungen geht, muss der Verband überschaubar bleiben. Wir sind in Torgau/Oschatz trotzdem noch 3500 Mann. Das erforderte ein hohes Maß an Organisation. Da kann es passieren, dass wir von Mügeln nach Trossin fahren müssen und sind über eine Stunde unterwegs", verdeutlicht Reichel. Wenn im kommenden Jahr in Oschatz auch ein neuer Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt wird, geht Reichel davon aus, dass die Institution noch die nächsten vier Jahre Bestand haben wird und ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. "Wir haben in der vergangenen Woche zusammengesessen und ein Grobkonzept für die Jubiläumsfeier erarbeite", so der Verbands-Chef.

Sowohl Jubiläumsfest als auch die 5. Delegiertenversammlung werden am 24. September 2016 im Oschatz-Park ausgerichtet. "Ich rechne damit, dass dort viel los sein wird. Schon von Seiten der Delegierten werden wir viele Gäste haben. Schickt jede Feuerwehr nur einen Vertreter, dann sind wir schon 200 Mann", rechnet Reichel vor.

Im Rahmen der Feierlichkeiten will sich der Verband auch einen lange gehegten Wunsch selbst erfüllen. "Wir haben in den zurückliegenden Jahren immer wieder überlegt, ob wir uns als Verband eine eigene Fahne geben wollen", formuliert der Feuerwehrmann. Aufgrund der Unsicherheiten über den Weiterbestand des Verbandes sei die Entscheidung immer wieder in die Zukunft geschoben worden. Jetzt haben sich die Vorstandsmitglieder entschlossen, das Projekt "Verbandsfahne" durchzusetzen. Inzwischen gibt es schon ganz konkrete Vorstellungen zum Entwurf und werden entsprechende Kostenvoranschläge eingeholt. "Da gibt es ganz traditionelle Firmen im Vogtland, die sich auf Fahnenstickerei spezialisiert haben", sagt Reichel, dessen Heimatwehr in Lampersdorf sich auch im Vogtland eine Fahne anfertigen ließ.

Ansonsten dürften sich alle Feuerwehrfreunde den 24. September 2016 schon mal dick im Kalender anstreichen, denn zum Verbandstag gibt es nicht nur die Fahnenweihe, sondern auch ein großes Feuerwehrshowprogramm mit Schauvorführungen und Rettungsübungen mit befreundeten Organisationen aus der Region.

Hagen Rösner

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