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Oschatz Feuerwehrmann ein Jahr nach schwerem Unfall wieder fit
Region Oschatz Feuerwehrmann ein Jahr nach schwerem Unfall wieder fit
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15:50 13.01.2013
Hof

Von CHRISTIAN KUNZE

Trotz des Rummels um seine Person und den Unfall - mehrere Zeitungen, Fernseh- und Radiosender baten den Hofer um Interviews - bleibt der heute 19-Jährige gelassen. Auch wenn er über den Unfall selbst spricht. "Eines ist klar: Ich habe wirklich verdammt viel Glück gehabt", bekennt er.

Am Vormittag des 14. Januar 2012, einem Sonnabend, war Patrick Klammer auf dem Weg zu seinem ersten Einsatz überhaupt. Nur wenige Tage zuvor war er auf der Jahreshauptversammlung in die Reihen der Einsatzabteilung aufgenommen worden, Urkunde und Glückwünsche der Kameraden inklusive. Die Hofer Kameraden waren es auch, die ihn nach dem verhängnisvollen Unfall mitten im Ort zu Hilfe eilten - obwohl sie wegen eines anderen Unglücks auf der Bundesstraße 169 alarmiert waren.

Seit Oktober vergangenen Jahres geht Patrick wieder seiner Arbeit als Anlagenmechaniker nach und ist dafür in ganz Deutschland, derzeit in Stuttgart, unterwegs. "Im Kollegenkreis ist das kaum ein Thema", sagt er. Im Beisein seiner Feuerwehrkameraden jedoch wird nicht selten über den schwarzen Tag vor einem Jahr gesprochen. "Sie sagen dann immer, das war damals mein zweiter Geburtstag."

Den Verunglückten selbst erinnert nur noch die gut 50 Zentimeter lange Narbe an den Unfall. Sie verläuft über seinen ganzen Rücken. Komplikationen hat es bis jetzt nicht gegeben. Und doch dominiert der Unfall nach wie vor Patricks Klammers Terminkalender und wird dies auch noch eine Weile tun: Ein Jahr, sagen die Ärzte, wird die regelmäßige Rehabilitation in Oschatz noch mindestens dauern.

Die Begeisterung für die Feuerwehr flammt noch immer in dem jungen Mann, der vor einem Jahr beinahe umgekommen wäre. Seit seinem achten Lebensjahr geht er bei den Blauröcken in seinem Heimatort ein und aus. Neben seinen Eltern und den anderen Floriansjüngern gibt ihm dabei auch seine Freundin Vanessa Paul Halt. "Bei ihr hat sich der Unfall stark eingeprägt. Sie spricht nie darüber. Und wenn andere es in ihrer Gegenwart erwähnen, holt sie die Vergangenheit ein. Dann werde auch ich immer wieder schmerzlich daran erinnert", so der Hofer.

Naundorfs Bürgermeister Michael Reinhardt erklärte zur Jahreshauptversammlung der Naundorfer Ortswehr am Freitagabend (siehe Bericht auf Seite 15), dass der Selbstschutz an erster Stelle stehe. "Der Unfall Patrick Klammers in Hof im vergangenen Jahr hat uns allen vor Augen geführt, dass man damit nicht allzu fahrlässig umgehen sollte", mahnte er die Kameraden.

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