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Oschatz Feuerwehrmann verunglückt: Mit Holz im Rücken Notruf gewählt
Region Oschatz Feuerwehrmann verunglückt: Mit Holz im Rücken Notruf gewählt
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18:11 15.01.2012

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Von Jana Brechlin

Gegen 8.30 Uhr wurde der erste Unfall gemeldet. Dabei war auf der Bundesstraße B 169 in Richtung Ostrau ein Fahrzeug von der eisglatten Straße in den Graben gerutscht. Nur wenig später schlitterte der nächste Pkw in der Nähe in eine Leitplanke. Die Freiwillige Feuerwehr Oschatz rückte mit drei Fahrzeugen und die Kameraden aus Naundorf rückten mit einem Fahrzeug aus. "Erst hieß es, eine eingeklemmte Person müsse befreit werden. Doch ganz so schlimm war es zum Glück nicht, als wir ankamen, hatten die Rettungskräfte den Fahrer schon versorgt", sagte der Oschatzer Wehrleiter Lars Natzke. Man habe dann die Unfallstelle abgesichert und nach einer Stunde wieder abrücken können.

Ursprünglich waren die Feuerwehrleute aus Hof alarmiert worden und sollten zu den Unfällen auf der B 169 ausrücken. Doch so weit kam es nicht: Ein 18 Jahre alter Helfer verunglückte auf seinem Weg zum Feuerwehrdepot. Wie Polizeihauptkommissar Peter Müller von der Polizeidirektion Westsachsen mitteilte, kam der 18-Jährige in seinem Kia nach einer Kurve auf der überfrorenen Straße nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich, durchbrach einen Gartenzaun, wo das Auto auf dem Dach zum Stehen kam. Dabei erlitt der Feuerwehrkamerad offenbar schwere Verletzungen, konnte sich aber sogar noch selber aus dem Wrack befreien und den Notruf wählen. "Der Fahrer wurde durch eine Zaunlatte gepfählt", so Müller über das grausige Unglück, "konnte jedoch selbst das Fahrzeug verlassen."

Schnell waren Notarzt und Rettungsdienst vor Ort. Die Hofer Feuerwehrleute mussten Nervenstärke beweisen und ihren eigenen Kameraden für den Transport mit vorbereiten: Mit einer Kettensäge wurde das Holzstück gekürzt, so dass der 18-Jährige auf der Trage stabilisiert werden konnte. Mit dem Rettungshubschrauber wurde der junge Mann in die Universitätsklinik nach Leipzig geflogen, wo er im Anschluss operiert wurde. Zum Gesundheitszustand des Patienten machte das Krankenhaus gestern keine Angaben.

Bei den Feuerwehrleuten vor Ort sitzt der Schreck noch tief, räumte der Gemeindewehrleiter Volker Dienst ein. "Wir hoffen jetzt alle auf das Beste für den Kameraden", sagte er.

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