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Oschatz Feuriges Flair beim Oschatzer Herbstfest
Region Oschatz Feuriges Flair beim Oschatzer Herbstfest
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17:49 07.10.2018
Herbstfest Oschatz Schauschmieden mit Martin Becher aus Auterwitz und Rico Weiße vom E-Werk Oschatz (rechts)) Quelle: christian kunze
Oschatz

Der Herbst hat Feuer in Oschatz – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Beim Herbstfest der Werbegemeinschaft am kühlen Sonntagnachmittag wärmten sich hunderte Besucher.

Möglich machte das bei weitem nicht nur das erweiterte gastronomische Angebot mit Pommes und zahlreichen würzigen Soßen von mild bis megascharf. Auch der Kreisfeuerwehrverband Torgau-Oschatz, der bei Schauvorführungen Fettexplosionen simulierte oder unter Druck stehende Sprühflaschen zum Bersten brachte, trug seinen Teil dazu bei. Mit von der Partei war Feuerwehrhund Florian, der den anwesenden Mitgliedern dabei half, Nachwuchs zu werben.

Landwirte präsentieren sich

Auf der Suche nach beruflichem Nachwuchs begab sich auch die Agrargenossenschaft Altoschatz-Merkwitz. Vorstandsvorsitzender Udo Morstein und sein Team waren das erste Mal dabei. Sie ließen die Besucher im Traktor Probesitzen, hatten Kürbisse dabei, deren Gewicht geschätzt werden durfte und außerdem vier Anbaukulturen, die es zu erraten galt. „Wir haben einen heißen Somer mit vielen Feldbränden hinter uns. Auch das gehört zunehmen zum Beruf dazu“, sagt Morstein. Sein Sohn Malte, Schüler am Thomas-Mann-Gymnasium, nutzt das Herbstfest für eine Umfrage unter den Besuchern. „Im Rahmen einer Projektarbeit beschäftige ich mich mit dem Image der Landwirtschaft. Dazu sind die Leute aufgerufen, Fragen zu beantworten. Die Ergebnisse fließen in die Projektarbeit mit ein und helfen zugleich dem Unternehmen, zu erfahren, welches Bild die Bevölkerung von der Landwirtschaft hat“, erklärt der Schüler.

Ebenfalls neu in diesem Jahr dabei war beim Herbstfest das soziokulturelle Zentrum E-Werk mit einer mobilen Schmiede. Auf drei Ambossen lud Martin Becher, Kunstschmied aus Auterwitz, die Besucher zum Anfertigen selbst gemachter Unikate an. Er freut sich, dass es nicht regnet, denn in diesem Fall hätte er das Angebot nicht unterbreiten können. Wer sich im Beisein zahlreicher Beobachter nicht selbst traute, der konnte sich bereits für das kommende Jahr anmelden. Im Februar und März 2019 wird es im E-Werk Workshops geben, in denen Männer unter Anleitung ihr eigenes Messer anfertigen können, kündigt Geschäftsführer Rico Weiße an.

Herzen für Oschatz

Keine Messer, sondern Herzen selbst bemalen durften die Gäste am Stand des Vereins Ab-ART-ig/Kult. Die Mitglieder hatten aus ihrem Domizil in der Breiten Straße den „Ich liebe Oschatz“-Baum mitgebracht. Die Metallinstallation, geschaffen von Norbert Gruhle, wandert zu den Veranstaltungen, an denen sich der Verein beteiligt, Die Herzen, die daran aufgehängt werden, wandern mit – und sollen so die Vielfalt der Stadt und der Region zum Ausdruck bringen. Zu Beginn des Herbstfestes belief sich die Zahl der Herzen schon auf 60 Stück.

Werbegemeinschaftsvorstand Thomas Schupke freute sich über den Besucherzulauf ab dem späten Nachmittag, „Das Wetter könnte besser sein. Aber so lange es nicht regnet, ist das Jammern auf hohem Niveau“.

Von Christian Kunze

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