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Oschatz Findet sich noch ein Abfangjäger für Traktor Börln
Region Oschatz Findet sich noch ein Abfangjäger für Traktor Börln
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16:51 15.02.2012

Ein Novum für die seit 1994 ausgespielte Kreisklasse Süd.

Kein Wunder dagegen ist die Tatsache, dass der SV Traktor Börln vom Platz an der Sonne grüßt. Die Börlner waren die Mannschaft des Jahres in der Südstaffel. Nimmt man die Rückrunde der Vorsaison noch mit hinzu, haben sie 2011 nur drei Spiele verloren, gingen aber 19-mal als Sieger vom Platz. Im Januar 2011 hatten sich die Börlner eine Frischzellenkur gegönnt, gleich fünf neue, junge Spieler zu sich gelotst und entsprechend die Rückrunde aufgemischt. Zum Angriff auf die Spitze reichte es allerdings noch nicht. Der ist nun aktuell mehr als gelungen. Unangefochten residiert der SVB in der Spitze, hat mit Sebastian Fleischer (16 Tore) den treffsichersten Spieler in seinen Reihen und auch insgesamt mit Abstand die torhungrigste Mannschaft der Staffel zu bieten.

Merkwitz unter Erwartungen

Nicht an der Tabellenspitze dabei sind der FC Terpitz und der SV Merkwitz, denen man zum Saisonstart zumindest einen vorderen Platz zugetraut hat. Beim FCT hat sich vor allem der Abgang von Johannes Pfohl zum FSV Oschatz deutlich bemerkbar gemacht. Bereits in der Vorsaison waren die Terpitzer beim Ausfall von Pfohl meist erfolglos, nun müssen sie komplett ohne ihr Zugpferd auskommen. Einen echten Ersatzkandidaten hatte Terpitz nicht gefunden. Gleichzeitig konnte Florian Haffke bisher nicht an seine Treffsicherheit aus der Vorsaison anknüpfen. Der Zauber ist jedenfalls im Sommer abhanden gekommen und der FCT in die Niederungen abgestürzt. Der SV Merkwitz steht sogar noch dahinter. Nur zwei Siege fuhr der Kreisliga-Absteiger, der nach dem personellen Aderlass nur noch eine Vertretung an den Start geschickt hatte, ein. Ein Blick auf die Leistungen der Zweiten eine Saison vorher und ein Blick auf die Namen im Kader verdeutlicht, dass die Gründe für die Platzierung weit tiefer liegen, als im Abgang von Reimann, Zschäbitz & Co. Die "Restanten" aus der Kreisliga laufen nur mit, anstatt sich resolut vor den Karren zu spannen. Das zeigt sich gerade bei Rückständen, wenn es darum geht, den Kampf anzunehmen.

Publikumsmagnet Naundorf

Auch der LSV Schirmenitz tummelt sich dieses Mal nur im Niemandsland der Tabelle. Der obligatorische schwache Saisonauftakt erstreckte sich fast bis zum Winter. Personell hat sich wenig zur Vorsaison verändert, doch der Schwung ist abhanden gekommen. Früher Knackpunkt in der Saison war wohl schon der fünfte Spieltag, als eine 2:0-Führung in Terpitz nur zu einem Punktgewinn reichte. Das Unternehmen Meisterschaft ist für den LSV definitiv gelaufen. Dies ist wohl auch in Naundorf längst klar. Der SVN hatte sich schon vor den Börlnern einer Verjüngungskur verschrieben, liebäugelte schon länger mit dem Aufstieg in die Kreisliga. Doch die Naundorfer offenbaren in dieser Saison drei große Mankos. Zu der schwachen Chancenverwertung, die bereits im Vorjahr ausschlaggebend war, dass man auf der Saison-Zielgerade nicht mehr mithalten konnte, gesellte sich jetzt auch noch Undiszipliniertheit und eine Heimschwäche. Vier seiner sechs Heimspiele gingen für den SVN verloren. Dabei ist der Sportplatz in Casabra der Publikumsmagnet im Süden, durchschnittlich 77 Zuschauer kamen zu den Partien. Zumindest ist das längst Kreisliga-Niveau. Spitzenreiter ist Naundorf auch bei der Kartenstatistik. 26 gelbe und drei rote Karten sind der negative Spitzenwert der Liga.

Schmannewitz lachender Dritter

Und damit verbleiben nur noch drei Teams, die sich als Abfangjäger betätigen könnten. Überraschenderweise die Dritte aus dem Obstland, die sich heimlich, still und leise zum Vorrundenabschluss weiter nach vorn schob. Allerdings wird dort die personelle Fluktuation ausschlaggebend für den Erfolg sein. Schmannewitz hat sich nach einem verkorksten Saisonstart nach vorn gearbeitet. Eine vermeidbare Last-Minute-Niederlage in Terpitz verhinderte, dass die SG aus eigener Kraft noch zu Meisterehren kommen konnte. Dennoch ist die Pottetz-Elf ein heißes Eisen, wenn es darum geht, dass die Südstaffel spannend bleibt. Die zwei aus Dahlen gekommenen Talente Maximilian Wiesner und Tobias Heyne haben für frischen Wind gesorgt. Den Heidedörfler in puncto Meisterschaft als helfend zur Seite stehen könnte die Rolandstädter Zweite. Aufstiegsberechtigt sind die Belgeraner zwar nicht, aber die Meisterschaft haben sie nicht aus den Augen verloren. Sie sind der ärgste Verfolger Börlns und beim Streit der beiden, könnte Schmannewitz vielleicht noch lachender Dritter werden.

Sven Zschiesche

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