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Fliegende Fäuste im Ring vom Oschatz Park

Fliegende Fäuste im Ring vom Oschatz Park

Der langjährigen Geschichte des Oschatzer Boxsports wurde wieder ein neues Kapitel hinzugefügt. Im "O" traten an zwei Tagen insgesamt 18 Vereine aus fünf Bundesländern in 13 Gewichtsklassen gegeneinander an.

Oschatz .

 

 

 

 

Aber bei solchen Turnieren sind es nicht die Statistiken und Siege, die den Boxern und Beteiligten in Erinnerung bleiben, sondern die kleinen und großen Erlebnisse, die sie als Sportler und auch als Menschen prägen. Schon allein die außergewöhnliche Kulisse des Boxrings mitten im "O" sorgte bei den Gästen von außerhalb für Begeisterung. Wann hat man auch schon einmal die Chance zwischen Kaffeekannen zu boxen.

Die Jugendlichen kamen aus allen Himmelsrichtungen nach Oschatz gepilgert, um zum Schluss mit viel Können und einer Prise Glück den Pokal des Oberbürgermeisters in den Händen zu halten. Aber auch Vereine aus der Region zeigten eine rege Beteiligung. Neben den Oschatzern waren die Mutzschener Boxer mit am Start. Die Sportler aus dem Nachbarkreis zeigten sich recht zufrieden. "Dieses Jahr sind wir viel stärker vertreten als noch in den letzten Jahren. Wir haben viel Nachwuchs und sind mit drei Teammitgliedern in den Finalkämpfen. Das alles macht uns sehr stolz", erzählte der Team-Leiter Werner Orban in der Pause vor den Finalkämpfen. Es konnte zwar am Ende keiner seiner Schützlinge einen Pokal mit nach Hause nehmen, aber das war nicht so wichtig.

"Wichtig sind in dem Alter noch nicht die Kämpfe, sondern das Grundlagentraining und die Vereinsarbeit", erklärte der anwesende Ringarzt Dr. Rainer Rauschenbach. Auch er genoss die Abwechslung zu seinem Praxisalltag und war bei jedem Kampf mit Begeisterung dabei. In seiner Jugend war er selbst aktiver Boxer und erinnerte sich gern an diese Zeit zurück. "Zwischen 14 und 18 boxte ich leidenschaftlich gern, aber leider machten Armeedienst und Ausbildung das Training dann unmöglich und ich musste die Handschuhe an den Nagel hängen."

Bei Turnieren treffen auch zahlreiche Sportler mit gleichen Interessen und Zielen aufeinander. Daraus resultiert nicht nur Rivalität. Die beiden jungen Boxerinnen Melanie Krause (Hettstedt) und Geena Stabs (Fürstenwalde) sahen sich in Oschatz das erste Mal und freundeten sich sofort an. Ausgerechnet diese beiden hatten sich aber gegen ihre weibliche Konkurrenz auch durchgesetzt und mussten im Finale gegeneinander antreten. "Ich weiß, dass ich eine starke Gegnerin in Melanie habe, aber ein wenig komisch ist es schon, jetzt gegen sie zu kämpfen", bemerkte Stabs. Aber als dann, die mit dem Spitznamen "black cat" genannte Geena im Ring stand, gab es kein Halten mehr. Der Sportsgeist war doch stärker, und die kleine Wildkatze gewann haushoch. Aber auch wenn die Beiden als Gegnerinnen im Ring standen, werden sie ihr gemeinsames Wochenende und die kalte Nacht im Bungalow in Olganitz in guter Erinnerung behalten und sich, wie die Anderen spätestens im nächsten Jahr im "O" wiedersehen. Dann steigt zum sechsten Mal das Oschatzer Pokalturnier.

Turnierbester: Nikita Fokin (Nordhäuser SV).

Bester Kämpfer: Sebastian Ott (SV Fortschritt Oschatz).

Bester Techniker: Marc Droese (BC Oberhavel Velten).

Beste Mannschaft: BC 05 Fürstenwalde.

www.boxen.fortschritt-oschatz.de

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