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Fliegerhorst: Angst vor verseuchtem Grundwasser

Fliegerhorst: Angst vor verseuchtem Grundwasser

Ein ungutes Gefühl ruft dieser Anblick bei Jörg Hamann und anderen Bewohnern des Stadtteils Fliegerhorst hervor: Auf dem Grundstück der Firma KRB (Kunstrasen, Recycling, Biomasse) in der Otto-Lilienthal-Straße liegen große Rollen von Kunstrasen und stapelweise Gummi-Abfälle.

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Rollen mit Kunstrasen und Gummi-Abfälle lagern auf den Grundstücken der Firma KRB an der Otto-Lilienthal-Straße.

Quelle: Dirk Hunger

"Hoffentlich werden daraus keine schädlichen Stoffe ins Grundwasser ausgespült", sagt Jörg Hamann.

 

Eine Befürchtung, die Antje Brumm zerstreut. "Eine Gefährdung des Grundwassers ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu befürchten", sagt die Leiterin des Umweltamtes im Landkreis Nordsachsen. Grundsätzlich löse sich das im Kunstrasen enthaltene Material nicht im Wasser auf. "Auswaschungen sind daher bei einer Lagerung des Kunstrasens unter freiem Himmel eher unwahrscheinlich", so die Amtsleiterin. Nichtsdestotrotz plant die Behörde nach ihren Angaben noch in diesem Jahr eine Überprüfung der Anlage.

 

Dieser Kontrolle sieht Christian Baer gelassen entgegen. "Unsere Anlage ist nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vom Landratsamt Nordsachsen genehmigt worden", sagt der Geschäftsführer der Firma KRB, die ihren Sitz in Zinna bei Torgau hat. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen seit dem Jahr 2009 in der Lage, sandverfüllten Rasen zu recyceln. Die steigende Nachfrage nach dieser Dienstleistung habe KRB veranlasst, in das Gewerbegebiet Fliegerhorst umzuziehen. Bisher wird hier der ausgediente Kunstrasen aber nur gelagert und nicht recycelt, räumt Baer ein. Weil die Freiflächen im ursprünglichen Firmengelände mittlerweile belegt sind, hat KRB ein benachbartes Grundstück gepachtet. Das gehört der Stadt Oschatz, wie Bauamtsleiter Michael Voigt bestätigt. "Hier sieht es zur Zeit ein bisschen wild aus, das wird aber noch eingezäunt", stellt KRB-Geschäftsführer Baer in Aussicht.

 

Nach einem Treffen mit Vertretern des Landratsamtes am 20. Oktober, in dem es um den Brandschutz des Betriebes geht, so Baer, werde sich die Lage jedoch entspannen. Nach seinen Angaben soll das Recycling - Entfernen des alten Sandes und Aufbürsten des "Grases" - Anfang November starten. Dann würden auch Schritt für Schritt die Rasenrollen verschwinden. Die Zahl der Mitarbeiter von KRB im Oschatzer Stadtteil Fliegerhorst soll dann von derzeit zwei auf fünf bis sechs steigen.

Frank Hörügel

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