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Oschatz "Flocke" über Sachsen Grenzen hinaus bekannt
Region Oschatz "Flocke" über Sachsen Grenzen hinaus bekannt
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16:35 12.12.2011
Die Grünfuttertrockenanlage der Flocke. Repro: Siegfried Tietze

H. Schneider (früher Landprodukte- und Kohlenhandel) den Geschäftsbetrieb in Mügeln aufgenommen und auch einen Teil der Büroräume dort genutzt.

Mit der Schließung der Kartoffelflockenfabrik und der VdgB Bäuerlichen Handelsgenossenschaft e. G. in Grauschwitz im Jahre 1956 wurden der Deutschen Saatgut-Handelszentrale der große Getreidespeicher und die Grünfuttertrockenanlage in Rechtsträgerschaft übergeben. In den Kellerräumen im Getreidespeicher richtete man Sozial-, Büro- und Verwaltungsräume ein und schloss das Büro in der Firma M. H. Schneider. Die Speicheranlagen und die Saatgutbearbeitungsmaschinen nutzte man dort noch einige Jahre weiter.

Die Grünfuttertrockenanlage in Grauschwitz arbeitete noch bis Ende der sechziger Jahre. Die Anlage wurde immer störanfälliger und man entschied sich zur Schließung. Die gesamte Trockenanlage wurde später demontiert und in das Gebäude mehrere Getreidesilos eingebaut.

Eine zwischengenossenschaftliche Einrichtung von einigen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften baute 1970/71 gegenüber, an der Straße nach Niedergoseln, ein neues und bedeutend größeres Trockenwerk mit einer Pelletieranlage. Es war bis 1990 in Betrieb. Die Deutsche Saatgut-Handelszentrale wurde nach der Wende von der BayWa übernommen. Das neue Unternehmen nutzte die Anlage in Grauschwitz zur Aufbereitung und zum Verkauf von Saatgut weiter. Der Betrieb wurde im Dezember 1993 endgültig geschlossen.

Den großen Getreidespeicher mit den Gebäuden der alten Trocknungsanlage, erwarb danach ein Landwirt und nutzt sie zur Lagerung und Aufbereitung von Getreide.

Die Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln e. G. ist seit 1990 der rechtliche Nachfolger der LPG "Vorwärts" Niedergoseln und seitdem auch der Eigentümer von Gebäuden und Hofflächen der alten Kartoffelflockenfabrik. Die Werkstatt mit dem Ersatzteillager und auch das Büro wurden 1990 geschlossen. Die Gebäude wurden teilweise umgebaut und von verschiedenen Nutzern seit dieser Zeit angemietet.

Anfangs waren es eine Bildungsagentur und eine Firma für Garten-, Kommunal-, Forst- und Gewerbetechnik die diese Räumlichkeiten nutzten. Die Bildungseinrichtung musste nach einigen Jahren schließen. Danach hat die Heimburger GmbH das Bürogebäude und den westlichen Teil des Geländes gemietet und handelt mit Heizöl, Kraft- und Schmierstoffen. Ein Energie- und zwei Bauunternehmen haben jetzt die restlichen Räumlichkeiten zu ihrer Nutzung gemietet.

Beschreibt man heute jemandem die Betriebe in der Mügelner Straße Nr. 7, kommt immer der Nachsatz an oder in der "Flocke" und jeder weiß, was damit gemeint ist: der Betrieb, der vor 100 Jahren dort entstand und auch weit über Sachsens Grenzen hinaus bekannt war.

Siegfried Tietze

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