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Oschatz Flüchtlinge sind ausgezogen – Holzhaus für Vermietung frei
Region Oschatz Flüchtlinge sind ausgezogen – Holzhaus für Vermietung frei
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06:01 27.02.2018
Das Holzhaus in Olganitz kann jetzt gemietet werden, die Wohngruppe wurde aufgelöst. Quelle: Foto: Jana Brechlin
Olganitz

Die WohngruppeHeideblick“ im Holzhaus am Olganitzer Schullandheim ist Geschichte: Knapp ein Jahr nachdem in dem neu gebauten Holzhaus jugendliche Flüchtlinge eingezogen waren, steht das Gebäude leer. Das Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, das Träger des Schullandheimes ist und auch die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Ausländer übernommen hatte, bietet das Haus nun zur Vermietung an.

Das Holzhaus hat in Zweibettzimmern Platz für zwölf Gäste. Quelle: Jana Brechlin

„Wer Interesse hat, kann einfach anrufen“, wirbt Thomas Dittmann, stellvertretender Geschäftsführer des BSW. Auf der Internetseite des Trägers wird das Objekt als Naturhaus für „Feiern jeglicher Art, Workshops und Seminare“ vermarktet. Neben Zimmern für Übernachtungsgäste stehen zwei Aufenthaltsräume zur Verfügung, einer davon mit kompletter Küche.

Bereits zur Eröffnung war angekündigt worden, dass der Erweiterungsbau später von Vereinen, Schulklassen oder Familien gemietet werden kann. Für 480 000 Euro war ein modernes Holzhaus entstanden. Finanziert wurde der Erweiterungsbau zum Schullandheim mit Fördermitteln des Freistaates Sachsen. Kurze Zeit nach der Eröffnung in Olganitz begannen die Arbeiten an einem nahezu baugleichen Haus auf dem Gelände des Schullandheimes Lampersdorf, das das Bildungs- und Sozialwerk von der Gemeinde Wermsdorf gepachtet hat. Auch dieser Bau wird durch öffentliche Gelder ermöglicht.

Junge Flüchtlinge aus Eritrea bekochten zur Eröffnung der Wohngruppe Heideland in Olganitz auch nordsachsens Landrat Kai Emanuel (l.). Quelle: Jana Brechlin

Während der Landkreis Nordsachsen 2016 und Anfang 2017 noch dringend auf Unterkünfte für Geflüchtete angewiesen war, kommen mittlerweile nicht mehr so viele Menschen im Freistaat an – demzufolge ist auch der Bedarf an Unterkünften in den Kommunen gesunken. Von den Jugendlichen, die zuletzt in Olganitz untergebracht waren, hätten einige das 18. Lebensjahr erreicht und seien aus der Betreuung entlassen worden, andere leben mittlerweile in Lampersdorf, wo Ende dieser Woche das Holzhaus offiziell in Betrieb gehen soll, so Thomas Dittmann. Er gehe nicht davon aus, dass der Bedarf an Flüchtlingsunterkünften noch einmal die Dimensionen der vergangenen Jahren annehmen werde. Sollte die Notwendigkeit überhaupt nicht mehr bestehen, sei geplant, die zwölf Plätze im Lampersdorfer Neubau als Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe zu nutzen, das heißt, dass hier dann Mädchen und Jungen, die aus verschiedenen Gründen nicht in ihren Familien bleiben können, ein vorübergehendes Zuhause finden.

Von Jana Brechlin

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