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Flussmeisterei beräumt Flüsschen Dahle bei Dahlen

Gewässerpflege Flussmeisterei beräumt Flüsschen Dahle bei Dahlen

Ästhetische Aspekte spielen bei der Gewässerpflege durch die Landestalsperrenverwaltung eine untergeordnete Rolle. Priorität hat, den Abfluss zu sichern.Nach den kurzen, aber heftigen Sturmböen sind die Flussmeistereien auf Kontrolltour.

Bevor die vom Wind umgeknickten Bäume zum Abflusshindernis werden können, werden sie von den Mitarbeitern der Flussmeisterei entfernt.

Quelle: Axel Kaminski

Dahlen. Rund 160 Kilometer Gewässer erster Ordnung werden von der Flussmeisterei Torgau betreut. Dazu gehören neeben Elbe, Schwarzem Graben und Weinske die etwa 50 Kilometer Döllnitz und Dahle im Altkreis Oschatz. „Derzeit sind wir stark als Förster gefragt“, stellt Flussmeister Andreas Kuhne fest. Nach den oft kurzen, aber gelegentlich doch recht starken Stürmen in den vergangenen Tagen sei man immer wieder schnell zu Kontrollfahrten unterwegs und räume die in die Flüsse gestürzten Äste, Stämme oder gar ganzen Bäume heraus.

Flussmeisterei beseitigt Hindernisse

„Während die Landestalsperrenverwaltung die planmäßigen Arbeiten wie Böschungsmahd und Sohlkrautung meist ausschreibt, beseitigen wir diese Abflusshindernisse zeitnah mit eigenen Kräften“, erläutert Kuhne. Er könne sich vorstellen, dass sich mancher Eigentümer, Anwohner oder Besucher die Ufer schöner gestaltet wünschten. „Ästhetische Aspekte spielen für uns eine untergeordnete Rolle. Priorität hat, dass der Abfluss gewährleistet ist und kein Aufstau entsteht“, betont er.

Deshalb seien auch die Kontrollrunden nach starken Windböen erforderlich. Wo dann tatsächlich Arbeit anfalle, lasse sich nicht vom Schreibtisch aus vorhersagen. Während der Sturm an der Döllnitz nicht für zusätzliche Arbeit gesorgt hätte, habe es an der Dahle einiges zu tun gegeben. Zum Beispiel waren in der Nähe des Klärwerkes einige Stämme aus der Dahle zu ziehen. Sie wurden von den Wasserbauern noch vor Ort so zerkleinert, um sie per Lkw abtransportieren zu können.

Für Mahd der Böschung und Entfernen des Bewuchses gibt es Plan

Für die regelmäßig wiederkehrenden Arbeiten wie Mahd der Böschung und Entfernen des Bewuchses auf der Flusssohle gäbe es einen Plan. Dass mancher bemängele, es sähe unordentlich aus, hänge nicht damit zusammen, dass niemand die Pflege im Blick habe oder Geld fehle. „Fischerei und Naturschutz geben uns für die Arbeiten ein recht enges Zeitfenster vor“, erläutert der Flussmeister. Meist würden die Firmen, die eine solche Ausschreibung gewinnen, die Arbeiten in einem Durchgang erledigen. Das sei frühestens Anfang September möglich.

„In Ortschaften werden die Deiche meist beidseitig gemäht, außerhalb je nach Bedarf“, erklärt Andreas Kuhne. Festgeschrieben sei das detailliert im so genannten Gewässerpflegeplan, den die Flussmeisterei aller zwei Jahre erarbeiten und mit den Behörden abstimmen muss, in denen über die Belange der Gewässer und ihrer Nutzung entschieden wird.

Am Rande der Arbeiten ist noch zu erfahren, dass Leute, die zum Beispiel die Bäume aus der Dahle entfernen und zerkleinern, Wasserbauer sind. „Das ist ein Lehrberuf, der Aspekte vieler anderer Ausbildungen enthält“, sagt der Flussmeister. Ein Wasserbauer müsse ein wenig Zimmermann sein, auch mal Mauererarbeiten erledigen können, wie ein Förster mit der Kettensäge umgehen und etwas von Garten- und Landschaftsbau sowie Naturschutz verstehen. „Und nicht zuletzt muss er in der Lage sein, sich im Gelände orientieren zu können und dort sicher mit dem Fahrzeug unterwegs sein“, ergänzt Kuhne.

Von Axel Kaminski

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Dahlen
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