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Fluteinsatz an der Elbe: "Eine andere Qualität erreicht"

Fluteinsatz an der Elbe: "Eine andere Qualität erreicht"

Zwei arbeitsreiche Wochen liegen hinter Karsten Saack. Er tauschte für die Dauer von zehn Tagen seinen Dienstschreibtisch im Oschatzer Rathaus gegen einen provisorischen Arbeitsplatz im Gebäude der Torgauer Straßenmeisterei.

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Landrat Michael Czupalla verabschiedet die holländischen Pioniere aus der Region. Sie hatten ihre Erfahrungen im Flutschutz hier anbringen können. Bei der Verabschiedung waren auch Frank Reichel, Karsten Saack und Frank Dörschmann.

Quelle: Rayk Bergner

Dort war nämlich während der Flut an der Elbe die Technische Einsatzleitung untergebracht. Hier war Karsten Saack für zehn Tage Leiter des Stabsbereiches Einsatz in der Technischen Einsatzleitung. OAZ sprach mit ihm über die aufregendsten Zeit dieses Jahres.

 

Frage: Sie waren für zehn Tage bei der technischer Einsatzleitung, um den Kampf gegen die Elbefluten in Nordsachsen zu koordinieren. Konnten Sie inzwischen etwas zur Ruhe kommen?

 

Karsten Saack: Ich bin inzwischen wieder ins Ordnungsamt der Stadt Oschatz zurückgekehrt, hatte Zeit für meine Familie. Es kehrt langsam wieder Normalität ein.

 

Wann wurde Ihnen klar, dass da ein großer Einsatz auf den Kat-Schutz zu kommt?

 

Am 3. Juni haben wir als Nachtschicht um 19 Uhr unseren Dienst in Delitzsch begonnen und sind dann in der Nacht zum 4. Juni nach Torgau in die Straßenmeisterei umgezogen. Also vom Mulde- zum Elbeeinsatz. Schon als am Wochenende zuvor die Dauerregenwarnungen kamen, wurde mir klar, dass es brenzlich werden kann.

 

Was ist die Aufgabe der Technischen Einsatzleitung?

 

Die technische Einsatzleitung koordiniert die Kräfte bei ihren Schutzmaßnahmen, angefangen von den Einheiten der Bundeswehr bis zu den vielen zivilen Helfern. Wir sorgen dafür, dass die technischen Ausrüstungen oder Verpflegung zur Verfügung steht. Bei uns liefen die vielen Fäden der Hochwasserbekämpung zusammen.

 

War da überhaupt an Schlaf zu denken?

 

Wir hatten uns in zwei Zwölf-Stunden-Schichten eingeteilt. Schlaf hatten wir, das war wichtig und notwendig, alles andere musste allerdings für die eZeit des Einsatzes zurückstecken.

 

Wie würden Sie aus jetziger Sicht den Einsatz bewerten?

 

Es war ja nicht mein erster Einsatz in der Technischen Einsatzleitung. Schon bei den Hochwasserereignissen 2002 und 2006 war ich dabei. Allerdings muss ich zugeben, dass wir in unserem Einsatz 2013 eine andere Qualität erreicht haben. Wir waren sehr zeitig informiert. Wir konnten beispielsweise schon Sandsäcke bestellen, als noch gar kein Katastrophenalarm ausgelöst war. Es gab eine ausgezeichnete Kommunikation mit den Nachbarn, beispielsweise aus Meißen. Uns standen die aktuellen Pegeldaten und eine sehr gute Prognoseberechnung zur Verfügung. Außerdem haben die vielen Hochwasserschutzumaßnahmen der vergangenen Jahre ihre Wirkung gezeigt.

 

Wann war ihre Arbeit in Torgau beendet?

 

Mit dem Aufheben des Katastrophenalarms war auch meine Arbeit beendet. Das war am 12. Juni der Fall gewesen.

 

Was sagt Ihre Familie dazu?

 

Ich habe meine Leute am Wochenende zum Essen eingeladen. Ich glaube, ohne das Verständnis und die Unterstützung der Familie, kann man diese Aufgabe nicht ordentlich erledigen.

Hagen Rösner

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