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Oschatz Förderchancen für Vereine und Hausbesitzer in Wermsdorf
Region Oschatz Förderchancen für Vereine und Hausbesitzer in Wermsdorf
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14:44 28.09.2018
Veranstaltungen wie die Schlössernacht tragen zur Belebung des Ortskernes bei und könnten gefördert werden. Quelle: Jana Brechlin
Wermsdorf

Was die „vielfältigen Möglichkeiten“ sind, von denen Bürgermeister Matthias Müller (CDU) im Zuge der Stadtkernsanierung spricht, darum ging es am Donnerstagabend im Alten Jagdschloss Wermsdorf. Ein gutes Dutzend Einwohner war der Einladung zum Informationsabend gefolgt, bei dem es sowohl um Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden als auch um die Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zur Ortskernbelebung ging.

„Wir haben eigene Pläne für das Alte Jagdschloss“, verkündete Müller die Ziele, den Verwaltungssitz weiter zu sanieren. Darüber hinaus könnten Projekte zur Aufwertung des Sanierungsgebietes im Kernort gefördert werden. „Wir wollen das Beste für die Gemeinde rausholen“, so der Bürgermeister, und bestenfalls wirke das auch über den bis zu acht Jahre dauernden Förderzeitraum hinaus.

Unterstützung für private Sanierungsarbeiten

Katrin Ehrlicher, Projektleiterin bei der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft in Leipzig, stellte die verschiedenen Möglichkeiten vor. So sei auch die Förderung von Sanierungsmaßnahmen an privaten Gebäuden möglich, etwa wenn Dach oder Fassade erneuert werden sollen. Dann könnten Eigentümer einen Zuschuss beantragen. Zu den Voraussetzungen und der Antragstellung werde auf Wunsch beraten, versicherte Katrin Ehrlicher.

Außerdem werde im Projektzeitraum auch ein Verfügungsfonds eingerichtet, aus dem Vereine oder Privatpersonen Unterstützung für Ideen erhalten können, die zur Aufwertung des Ortskernes beitragen. Der erste Vorschlag dazu kam bereits vor der Informationsveranstaltung am Donnerstag: Der Wermsdorfer Kurt Kirpal würde gerne Blumenschmuck an den Masten der Straßenbeleuchtung anbringen. „Man muss auch nicht gleich alle Beleuchtungsmasten damit schmücken, vielleicht zunächst jeder zweite Mast wäre schon eine Belebung für den Ort“, meinte er. Der Gründer der KET Energietechnik bot an, bei der Montage zu helfen und kostenfrei die Unterstützung des Unternehmens zur Verfügung zu stellen. Der Blumenschmuck, so Kirpal, würde den Ort nachhaltig verschönern und könnte den Jahreszeiten entsprechend gestaltet werden.

Forderung: Ortsteile sollen ebenfalls profitieren

Maximal 10 000 Euro pro Einzelprojekt seien förderfähig, so Katrin Ehrlicher. Voraussetzung sei, dass der Verfügungsfonds auch befüllt werde – etwa mit Spenden von Unternehmen oder Einzelpersonen. Dann kämen außerdem Fördermittel hinzu. „Der zu erbringende Eigenanteil ist auch durch Eigenleistung möglich“, nannte sie einen vor allem für Vereine wichtigen Punkt. Hartmut Bruder, Unternehmer und engagiert im Luppaer Fußballverein, drängte darauf, die Ortsteile dabei nicht zu benachteiligen. „Auch dort sind aktive Leute, die Unterstützung brauchen“, sagte er. Bürgermeister Matthias Müller fügte hinzu, dass es Förderung nur für Projekte im Kerngebiet gebe, die Vereine müssten aber nicht zwingend dort Sitz hier haben, und zudem könnten auch Aktive in den Ortsteile zum Beispiel von geförderter Ausrüstung profitieren, machte er deutlich.

Von Jana Brechlin

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