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Oschatz Förderschüler und Gymnasiasten durchbrechen Grenzen
Region Oschatz Förderschüler und Gymnasiasten durchbrechen Grenzen
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23:27 17.10.2014

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Auch in diesem Jahr erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, über den schulalltäglichen Tellerrand zu blicken. Eine Woche lang lernten sie in verschiedenen sozialen Einrichtungen die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen kennen und was es heißt, in eine andere Haut zu schlüpfen. Traditionell stellte das Martin-Luther-Gymnasium zwei eigene Projekte im Bereich Theater und Kunst für seine Schüler auf die Beine. Wie auch in den vergangenen Jahren kooperierte die Einrichtung dabei mit der Regenbogenschule Döbeln und dem Theatre de Luna aus Oschatz.

Die schulischen Angebote umfassten dieses Mal ein Theaterprojekt und eine Trickfilmwerkstatt. Beim Letzteren arbeiteten Harthaer und Döbelner Schüler in Gruppen zusammen und lernten dadurch die Grenzen zwischen Behinderung und Nicht-Behinderung zu durchbrechen. "Wir haben es recht gut, gesund zu sein. Es ist interessant zu sehen, wie es anderen geht und wie man ihnen helfen kann," erzählte Lina Zimmermann über ihre Eindrücke in der Trickfilmwerkstatt. Insgesamt erstellten zwölf Schüler fünf Trickfilme. Alles in Eigenarbeit: Sie entwarfen Filmkonzepte, fotografierten, zeichneten, bauten Filmsets und vertonten die Filme. Die Schüler wählten aus einer Bandbreite an Techniken, wie gezeichnete Animation, Legetrick-Stil oder Objektanimation. "Im Grunde waren sie alle auf dem gleichen Stand und sie haben schnell verstanden, wie Trickfilme gemacht werden," sagte Manuela Kahle, die das Kunstprojekt betreute. Einen großen Spaß am Kunstprojekt hatte Benjamin Liebe. Alles selbst zu machen und selbst zu bestimmen, sei toll gewesen, so der Schüler. Zudem freute sich Liebe, den eigenen produzierten Film mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Beim Theaterprojekt waren in diesem Jahr insgesamt 16 Schüler aus Hartha und Döbeln am Start. Unter der künstlerischen Leitung zweier Theaterpädagogen vom Theatre de Luna aus Oschatz inszenierten die Jugendlichen das Theaterprojekt "Mia". Darin geht es um die Lebensgeschichte eines Mädchens, das von seinen Eltern nicht beachtet wird. Als Schutzengel, der die Protagonistin im Leben begleitet, wirkt ein Clown. Mutig sucht sich Mia ihren Weg, kellnert, trifft auf eine Gangsterbande, landet auf dem Arbeitsamt und geht letzten Endes auf Entdeckungsreise in entfernte Länder. Insgesamt bewegte sich das Theaterstück zwischen Pantomime und Tanztheater. Die behinderten und nicht-behinderten Schüler bauten Berührungsängste ab und kamen sich auf spielerische Art nahe. "Vorrangig lernen die Schüler in diesem Projekt das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung in Form von Körpersprache kennen," sagte Ina Hedrich von der Regenbogenschule Döbeln. Das Ergebnis des gemeinsamen Theaterprojekts präsentierten die jungen Mimen vor allen Neuntklässlern auf der gestrigen Abschlussveranstaltung.

Kasel, Beatrice

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