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Förderverein an Evangelischer Werkschule Naundorf gegründet

Bildung Förderverein an Evangelischer Werkschule Naundorf gegründet

An der Evangelischen Werkschule Naundorf ist am Dienstag ein Förderverein gegründet worden. Deren Mitglieder haben sich vorgenommen, die Schule stärker regional zu verankern. Vorsitzender des Vereins ist Markus Gnaudschun.

Vorsitzender des Fördervereins der Evangelischen Werkschule Naundorf ist Markus Gnaudschun.

Quelle: privat

Naundorf. Die Evangelische Werkschule in Naundorf hat sich seit ihrer Gründung vor zehn Jahren zu einer anerkannten freien Oberschule entwickelt. Hier können Schüler einen Hauptschul- oder Realschulabschluss erwerben. Der Weg bis dorthin war nicht eben. Doch seit der Trägerschaft durch den Werkschulverein und seit Tobias Leißner in den vergangenen zwei Jahren als Geschäftsführer die Geschicke übernommen hat, profilierte sich die Werkschule immer mehr.

Oberschule mit derzeit 66 Schülern

An der Oberschule lernen derzeit 66 Schüler. Sie kommen längst nicht mehr nur aus der Oschatzer Region nach Naundorf, sondern auch aus der Döbelner, Wurzener sowie Riesa-Meißener Region an die Schule. Die 14 fest angestellten Pädagogen und Mitarbeiter sowie etliche Honorarlehrer sorgen dafür, dass die Bildungsziele entsprechend dem Sächsischen Schulgesetz und der Konzeption der Werkschule umgesetzt werden. Um die Fähigkeiten und Fertigkeiten der jungen Leute noch gezielter fördern zu können, bietet die Bildungseinrichtung ein umfangreiches Ganztagsangebot an. Ein Angebot, das vor allem die Schüler auf ihren Weg ins Leben und auf den Berufsstart vorbereiten soll.

Gezielte schulische Förderung

Um das Profil der Schule weiter zu schärfen, zusätzliche Angebote, zu denen auch gezielte schulische Förderung gehören, weiter bieten zu können, stellten die Mitglieder des Trägervereins, Eltern und Mitarbeiter umfangreiche Überlegungen an. Eines der Ergebnisse ist, einen Förderverein für die freie Schule zu gründen. „Im Sommer wurde das neue Sächsische Schulgesetz beschlossen. Es stärkt die freien Schulen, stellt sie mit den staatlichen Bildungseinrichtungen gleich“, so der Geschäftsführer. Doch in der Praxis sei das nicht selbstverständlich und überall zu spüren. Um die Evangelische Werkschule jedoch weiter zu stärken, sehen Tobias Leißner, Mitglieder des Trägervereins sowie Eltern beispielsweise Reserven bei einer gezielten Unterstützung hinsichtlich der Ganztagsangebote. Reserven, um die sich ein Förderverein nicht nur kümmern, sondern damit zugleich das Profil der Schule schärfen könnte. „Wir könnten mit einem Förderverein auch eine größere Zahl an Menschen erreichen, denen unsere Werkschule am Herzen liegt“, so Leißner. Deshalb trafen sich in dieser Woche zwölf Frauen und Männer in Naundorf, um für die Werkschule einen Förderverein zu gründen. Aus ihren Reihen wählten sie den Lampertswalder Pfarrer Markus Gnaudschun zu ihrem Vorsitzenden, Thomas Schlechte zum Stellvertreter und Annett Wagner zum Kassenwart. Sitz des Vereins wird Naundorf sein.

Mitglieder wurden bisher Eltern, Mitarbeiter und auch Mitglieder des Trägervereins der Werkschule. „Da der Termin zur Vereinsgründung relativ kurzfristig angesetzt wurde, konnten nicht alle, die im Förderverein mitwirken wollen, zur Gründungsversammlung kommen. Von vielen liegt die Bereitschaft, beizutreten, schon vor“, so der Vorsitzende. Er freut sich, dass mit Thomas Schlechte jemand auch Verantwortung im Verein übernommen hat, der bereits umfangreiche Erfahrungen durch sein Engagement als Vater in anderen Fördervereinen verfügt. Markus Gnaudschun sieht darin ein Plus, um den Verein in der Region gut vernetzen zu können. Das sei für die Weiterentwicklung der Schule wichtig. Wie sich der Förderverein in dieser Hinsicht einbringen wird, gehört nach den Formalitäten der Gründung zu den nächsten Aufgaben. Spätestens mit Schuljahresbeginn 2018/ 2019 soll es konkrete Angebote geben. Zu den nächsten Tagesaufgaben zählt aber auch, die Öffentlichkeitsarbeit für die Schule zu verbessern und weitere regionale Partner für die Umsetzung des Schulkonzeptes zu finden.

Von Bärbel Schumann

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