Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Förderverein pflanzt Baum des Jahres in Oschatz
Region Oschatz Förderverein pflanzt Baum des Jahres in Oschatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:01 07.05.2018
Selbst Hand angelegt: Wolfgang Müller (links), Joachim Rolke (mit Gießkanne) und Frank Kuper (im weißen Hemd) vom Förderverein LGS Oschatz. Quelle: Foto: Christian Neffe
Anzeige
Oschatz

Eine langjährige Oschatzer Tradition ging am Freitag in die nächste Runde: die Pflanzung des Baumes des Jahres. Wurde 2017 noch die Fichte mit einem Platz auf dem Oschatzer Friedhof geehrt, stand in diesem Jahr ein unbekannteres Gewächs im Mittelpunkt: die Esskastanie.

Baumschulen wollen mehr Grün in Städten fördern

Der Förderverein Sächsische Landesgartenschau Oschatz 2006 unter Leitung von Frank Kupfer versammelte sich deshalb auf der Grünfläche an der Kreuzung Leipziger Straße und Venissieuxer Straße, um die Pflanzung des Baumes abzuschließen. Der stammt aus den Beständen der Baum- und Rosenschule von Wolfgang Müller, der sich gern zu der Spende bereit erklärte, um für eine intensivere Bepflanzung kommunaler Flächen mit Bäumen und anderem Grün zu werben.

„Aus Sicht des Landesbaumschulenverbandes hat die Baumbepflanzung in den Städten leider stark nachgelassen“, so Müller. Dabei seien Bäume gerade in Zeiten steigender Umweltbelastung durch den Autoverkehr für die Innenstädte umso wichtiger. Zudem stehe genug Material zur Verfügung – nur die Kommunen täten sich finanziell schwer. „Das Grün bleibt auf der Strecke – und das tut uns Gärtnern weh.“

Esskastanien gelten als Delikatesse – aber nicht mehr in Deutschland

In seiner Ansprache betonte Frank Kupfer seine Freude darüber, dass der Förderverein auch zwölf Jahre nach der Landesgartenschau noch immer äußerst aktiv sei und ganze 85 Mitglieder zähle.

Mit der Esskastanie werde in diesem Jahr ein Baum geehrt, dessen Früchte in anderen Ländern – beispielsweise in Russland – als anerkannte Delikatesse gelten, hierzulande aber in Vergessenheit geraten seien. „Wir hoffen, dass wir der Esskastanie damit wieder zu mehr Bedeutung verhelfen können.“

Baum kann in zwei Jahren das erste Mal Früchte tragen

Das sechs Jahre alte Gewächs wird laut Wolfgang Müller wohl in zwei Jahren erstmals Früchte tragen. Die weißen Blüten der Esskastanie entfalten sich rund zwei später als die der gewöhnlichen Kastanie, ihre Früchte unterscheiden sich auch optisch deutlich: An der Schale finden sich statt großer Stacheln vielmehr kleine Härchen.

„Die Maronen können ganz vielfältig eingesetzt werden“, so Müller. Mancherorts werde Gelee daraus hergestellt, die bekannteste Variante aber sei das Rösten. Vielleicht können 2020 auf dem Weihnachtsmarkt also echte Oschatzer Maronen verputzt werden.

Von Christian Neffe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Oschatz lag am vergangenen Wochenende so einiges in der Luft. Flugschau, wummernde Bässe und Feuerwerk sind da nur die groben Überbegriffe.

07.05.2018

Von Chorgesang, Kunstprojekt bis Blasmusik reichte das Spektrum des Programmes beim Sornziger Blütenfest. Doch die Besucherzahl bei dem traditionsreichen Fest ist weniger geworden.

09.05.2018

„Mir fehlt die Luft zum Atmen“ ist eine oft geäußerte Beschwerde. Das muss nicht sein. Immer mehr Traditionsveranstaltungen der Region finden den Weg von drinnen nach draußen. Das befreit und beflügelt!

06.05.2018
Anzeige