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Förster als Angestellte bäuerlicher Organisationen

Förster als Angestellte bäuerlicher Organisationen

Die ursprünglichen Aufgaben Staatlicher Forstwirtschaftsbetriebe in der DDR lagen auf den Gebieten der Rohholzgewinnung einschließlich Holzrückung und -transport, Walderneuerung und -pflege, des Forstschutzes sowie der fachlichen Betreuung des Privatwaldes.

Im Laufe der Jahre kamen eine ständig zu forcierende Konsumgüterproduktion und weitere Aufgabenbereiche wie Forstbaumschule, Werkstätten, Wegebau- und Bauleistungen dazu.

 

Zur Verbesserung des sozialen Umfeldes zählten zudem die Warmverpflegung, die Einrichtung von Ferienobjekten und der betriebliche Wohnungsbau. Im Bericht der Prüfung der DM-Eröffnungsbilanz zum 1. Juli 1990 heißt es: "Gegenstand des StFB ist die Bewirtschaftung des Waldes einschließlich Holzeinschlag und -vertrieb, die Hege und Pflege des Wildbestandes sowie die Produktion von Holzerzeugnissen". Damit wird in diesem Bericht die Vielfalt der Aufgaben unterschlagen.

 

Über den Zeitraum dieser 38 Jahre lassen sich aber anhand von Beispielen Angaben zu Leistungen und Ereignissen machen, die Aussagen zur Vielschichtigkeit der Aufgaben des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Werms- dorf dokumentieren. Die nun folgende Darlegung der Aufgaben und Ereignisse, die das Geschehen im StFB Oschatz/Wermsdorf zwischen 1952 und 1990 bestimmen, ist nicht abschließend.

 

Die Zuordnung des Privatwaldes nach 1945 muss gesondert betrachtet werden. Noch bis zum Jahr 1958 gehörten die im Privatbesitz befindlichen Wälder nicht zum Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb, sondern wurden bis 1956 von sogenannten Bauernförstern als Angestellte der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe beziehungsweise der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft betreut, bevor sie ab 1. Januar 1956 einem zu diesem Zeitpunkt gebildeten Sachgebiet Forstwirtschaft beim Rat des Kreises unterstellt wurden. Der nächste Schritt auf dem Weg zur einheitlichen Bewirtschaftung der Wälder der DDR wurde durch ein Gesetz vom 11. Februar 1958 bestimmt, und der StFB übernahm die Reviere von den Sachgebieten mit der Folge, dass eine Oberförsterei Klosterbuch gebildet wurde.

 

Eine Ausnahme bildete das 1948 entstandene Kommunalwirtschaftsunternehmen (KWU) der Stadt Dahlen, den Stadtwald Dahlen, den Tiergarten und Hospitalwald umfassend. 1951 gingen diese Forstflächen in die Rechtsträgerschaft der Länder über und wurden dem Kreisforstamt zugeordnet. Der Stadtwald Oschatz kam wohl schon 1950 ohne den Umweg KWU direkt zum Revier Collm.

 

Als 1949 schon bestehend, wird die Waldbauerngemeinschaft Dürrenberg genannt. Erwartet wurde die Bildung einer freien Waldbauerngemeinschaft Luppa mit Calbitz/Kötitz und Malkwitz. In der Folgezeit gab es zwar immer wieder Bemühungen bei der Bildung neuer Waldgemeinschaften und von den Sachgebieten Forstwirtschaft bei den Räten der Kreise waren monatlich Berichte an die Abteilung Forstwirtschaft beim Rat des Bezirkes Leipzig (1953 Glass) dazu zu liefern, aber lediglich im Juli 1952 hatten sich in sieben Orten des Kreises Döbeln Waldgemeinschaften gebildet, wie der stellvertretende Abteilungsleiter Siegfried Wrede für das Kreisforstamt Oschatz meldete.

 

Die ebenfalls im gleichen Jahr veranlasste Erhebung über umlagepflichtigen Waldbesitz im Kreis Oschatz gibt Aufschluss darüber, dass zwei Drittel (2248,29 Hektar) des privaten Waldbesitzes unter fünf Hektar groß waren und damit umlagefrei blieben. Nur 1017,79 Hektar dagegen lagen in der Größe über fünf Hektar und waren daher umlagepflichtig.

Eckhard Riedel

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