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Oschatz Forstliche Dienstleister stoßen in Dahlen an Kapazitätsgrenze
Region Oschatz Forstliche Dienstleister stoßen in Dahlen an Kapazitätsgrenze
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12:28 22.02.2018
Umgestürzte Bäume werden beseitigt Quelle: kristin engel
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Dahlen

Einstimmig ermächtigte der Stadtrat Bürgermeister Matthias Löwe am Montag mit der Beauftragung eines forstlichen Dienstleiters zur Besichtigung von Sturmschäden im Kommunalwald der Stadt Dahlen und der Vermarktung des gewonnenen Holzes.

Kapazitätsgrenze erreicht

Durch den Sturm Friederike brachen zahlreichen Linden im städtischen Wald. Um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und Schädlingsbefall am Holz zu vermeiden, ist die Stadt verpflichtet, für Ordnung im Wald zu sorgen. Aufgrund der Vielzahl an Schäden in den sächsischen Wäldern seien die Unternehmen für forstliche Dienstleistungen durch gebundene Aufträge jedoch an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen und vorrangig mit Schadenbeseitigung im Verkehrs- und Wegebereich beschäftigt. Nach derzeitigem Stand gehen die geeigneten Unternehmen davon aus, bis Mitte März 2018 ein Angebot erstellen und nach Auftragserteilung die Arbeiten realisieren zu können. Über die Umsetzung wird der Bürgermeister die Stadträte informieren. Am Freitag finde zudem eine Beratung mit dem Forstbezirk statt, bei der alle Waldbesitzer eingeladen seien. An dieser werden auch Mitarbeiter der Stadt Dahlen teilnehmen, so der Bürgermeister.

Wert des Holzes

„Wie lange kann das Holz im Wald verbleiben, wenn es geschnitten, geborgen und eingestapelt ist?“, fragte Stadtrat Hartmut Risse im Anschluss der Stadtratsitzung. Diese Frage konnte Andreas Naujoks vom Forstbezirk Taura beantworten: „Aufgearbeitetes Holz, hier besonders die Kiefer, kann bis zu einem dreiviertel Jahr liegenbleiben, ohne dass das Holz an Wert verliert. Der Holzpreis geht derzeit sowieso nach unten.“ Hartmut Risse ergänzte seine Frage und wollte wissen, wer verantwortlich dafür sei, dies zu kontrollieren. „Es gibt Stapel im Wald, die haben mit Friederike nichts zu tun. Diese liegen seit vorherigem Jahr. Da guckt bereits der Pilz raus. Und was ist mit Schädlingsbefall? Gibt es da überhaupt eine Pflicht zu kontrollieren?“

Forstschutz obliegt Waldbesitzer

Bei der unteren Forstbehörde in Eilenburg gäbe es einen Revierleiter, der für die kommunalen Waldflächen zuständig ist. „Der kontrolliert den Forstschutz. Wenn jemand in seinem Privatwald Holz vergammeln lässt, ist es sein eigenes Problem, solange in den Nachbarbeständen kein Schaden entsteht. Ansonsten ist es so, dass Firmen aufgearbeitetes Holz oftmals lange liegen lassen, weil es der billigste Lageplatz ist und entnehmen es erst, wenn sie es brauchen. Damit obliegt der Forstschutz also dem Waldbesitzer.“

Auch die Veranstaltung „Rund um den Collm“ musste aufgrund der Sturmschäden im Wald in diesem Jahr abgesagt werden. Es hätte sich um das 25. Rennen gehandelt.

Von Kristin Engel

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