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Oschatz Fotograf Bernd Blume zeigt Ausstellung über starke Frauen in Oschatz
Region Oschatz Fotograf Bernd Blume zeigt Ausstellung über starke Frauen in Oschatz
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09:33 17.10.2017
Torsten Freche und Jana Wittenbecher vom Verein im Gespräch mit Agenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg und Fotograf Bernd Blume (von links). Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit haben täglich mit Menschen und ihren Berufen zu tun. Eine neue Ausstellung im Dachgeschoss der Behörde ermöglicht nun einen alternativen Blick auf das Metier. Das wenigstens meint Agenturleiterin Cordula Hartrampf-Hirschberg. Gemeinsam mit dem Torgauer Kunst- und Kulturverein Johann Kenntmann stellt Bernd Blume (73) dort „Starke Frauen in Sachsen“ aus.

Die Fotografien in schwarz-weiß zeigen rund 30 Frauen zwischen 18 und 90 Jahren von zwei Seiten – ihrem typischen Arbeitsumfeld und privat. Wichtig war dem Fotografen Blume, der jahrzehntelang journalistisch tätig war, die Damen nicht zu „überraschen“. Seine Modelle wussten, wann und wo sie abgelichtet werden. In den eigenen vier Wänden der Damen oder beim Ausüben des Hobbys war das ganz unkompliziert. Aber in den Arbeitsstätten galt es, die Erlaubnis der Vorgesetzten und Mitarbeiter einzuholen.

Zugang nicht überall leicht

So achtete Blume bei der Lehrerin etwa darauf, dass keine Schüler im Bild sind. Nicht überall war es so leicht, Zugang zu bekommen, wie etwa im Krankenhaus, dem Kuhstall oder dem Saal in der Tanzschule. „Gerne hätte ich auch eine Pilotin oder wenigstens eine Stewardess porträtiert“, nennt Blume einen im Rahmen des Projekts unerfüllten Wunsch.

Von der Pfarrerin, die von der Kanzel hinab und nach getaner Arbeit auf ein Pferd steigt, bis hin zur Schülerin, die neben der Vorbereitung auf ihr Abitur Schauspielstunden nimmt, gewährt die Ausstellung Einblicke. Fünf Jahre lang hat Bernd Blume, der bereits mehrere Kalender und Bildbände seiner Heimat veröffentlicht hat, daran gearbeitet. Bei der Suche nach interessanten Frauen für die Fotoreihe kam ihm seine berufliche Tätigkeit zugute. So knüpfte er beispielsweise erneut Kontakt zu einer pensionierten Radiojournalistin, die er 30 Jahre lange nicht gesehen oder gehört hatte. „Allein für solche Begegnungen hat sich die Mühe gelohnt“, sagt Blume.

Von Christian Kunze

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