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Oschatz Frank Kupfer spricht in Schöna über Zukunft der Region
Region Oschatz Frank Kupfer spricht in Schöna über Zukunft der Region
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06:00 24.11.2016
Frank Kupfer (l.) im Gespräch in der Jägerhütte Schöna. Ein vielfach geäußerter Wunsch dabei war mehr Unterstützung für Bauern und Mittelstand. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Schöna

Die Zukunft des ländlichen Raumes war Thema eines Diskussionsabends, zu dem die CDU-Verbände Cavertitz und Oschatz-Liebschützberg am Dienstag eingeladen hatten. Als Gesprächspartner war Landtagsmitglied Frank Kupfer (CDU) in die Jägerhütte nach Schöna gekommen. Er nutzte die Gelegenheit, vor den rund 30 Besuchern die Pläne der sächsischen Regierung zu vorzustellen, in den kommenden beiden Haushaltsjahren kräftig zu investieren – in Infrastruktur, Lehrer und Polizei etwa. Von den Steuermehreinnahmen des Freistaates sollen auch die Kommunen etwas haben, kündigte Kupfer an: „Die Städte und Gemeinden bekommen mehr Geld.“

Abwanderung junger Menschen, Fachkräftemangel und ausgedünnte Infrastrukturen waren die Themen, die den Besuchern, darunter viele Landwirte und Unternehmer, auf den Nägeln brannten. Hoffnung machte Kupfer beim Ausbau der Breitbandtechnologie. „Die Internetversorgung im Landkreis ist derzeit in katastrophalem Zustand. Doch Nordsachsen hat Fördermittel erhalten, und ich hoffe, dass es in den nächsten beiden Jahren gelingt, Internetverbindungen aufzubauen, die diesen Namen auch verdienen“, sagte er. Bildung müsse Werte vermitteln, fordert Sylke Hesse von der Agrargenossenschaft Laas: „Dazu gehört auch der Wert der Lebensmittel. Viele Discounter machen Direktvermarktern und regionalen Produzenten das Leben schwer.“ Und Landwirt Harald Rietzschel appellierte an die Bildungspolitik, dafür zu sorgen, dass weniger Unterricht ausfällt und Schüler für den Einstieg in die Lehre – die auch bei Bauern immer anspruchsvoller werde – gut vorbereitet sind. „Die Lehrer machen einen hervorragenden Job“, betonte Kupfer. Man werde den Beruf künftig attraktiver machen und finanzielle Anreize schaffen, auch länger zu arbeiten kündigte er an. Überdies werbe er, wann immer möglich, für die Arbeit der Landwirte und versuche, auf Berufe in der Branche neugierig zu machen. „Ich habe mich bereits als Minister dafür eingesetzt, die Landwirtschaft im Unterricht vielfältiger und positiver darzustellen“, sagte er.

Lehrerin Kerstin Krause lobte die Pläne hinsichtlich der Bildungspolitik. „Es ist gut, dass Grund- und Mittelschulen gestärkt werden. Dort lernen die Schüler, die meist hier bleiben und für die eine Ausbildung in den Unternehmen der Region interessant ist“, unterstrich sie.

Von Jana Brechlin

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