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Oschatz Freibad Mügeln wird für Sanierung vorbereitet
Region Oschatz Freibad Mügeln wird für Sanierung vorbereitet
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16:26 11.04.2016
Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes bauen das Geländer ab. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Mügeln

Viele Mügelner wollen sich für ihr Stadtbad engagieren seit bekannt ist, dass das Bad wegen Mängeln und auslaufendem Wasser in diesem Jahr geschlossen bleiben muss und nach Wegen zur Sanierung gesucht wird.

Nachdem die Vorsitzende des Döllnitztalchores Erika Däbritz zum Mügelner Vereinsstammtisch das Sommerkonzert am 11. Juni in der Stadtkirche St. Johannis zum Benefizkonzert zu Gunsten des Stadtbades erklärt hat, ist die Bereitschaft sich für das Bad zu engagieren, gewachsen. Privatpersonen und Unternehmen erklären sich bereit, das Sanierungsvorhaben mit Spenden oder Sponsoring zu unterstützen. Doch auch im Freibad selbst hat sich einiges getan. Um den Beckenzustand unter der Folie besser beurteilen und daraus dann Rückschlüsse für die Sanierung ziehen zu können, machte es sich notwendig, die in den 1990er Jahren eingebrachte Folie zu entfernen. Da dies eine sehr zeitaufwendige Arbeit ist, hatten sich sieben Bauhofmitarbeiter entschlossen, diese Arbeiten unter der Leitung von Bauhofvorarbeiter Werner Lippmann außerhalb ihres normalen Dienstes zu übernehmen. Am Sonnabend entfernten sie von der 1500 Quadratmeter großen Beckenfläche die Folie. Außerdem begannen sie die Geländer um das Becken und die Abtrennung von Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich abzubauen sowie die Geländer zu sichern.

Damit sind die Voraussetzungen gegeben, dass nun Fachleute den wahren Beckenzustand in Augenschein nehmen können. So soll in den nächsten Tagen auch der Rat regionaler Handwerker eingeholt werden, um weiter Schritte der Sanierung planen zu können.

Am 12. August 1931 war Baubeginn für das Mügelner Stadtbad, das am 10. Juli 1932 eröffnet wurde. Damals verfügte das Bad über ein wettkampftaugliches Becken mit Sprungturm sowie einen Nichtschwimmerbereich mit Rutsche und einem Planschbecken. Nach 1945 zog zunächst Ruhe ein, vieles war dem Zerfall preisgegeben. 1956 wurde das leere Badbecken während des Heimatfestes sogar als Boxarena genutzt. Der Badzustand verschlechterte sich in Folgezeit. Schließlich wurden wieder Pläne geschmiedet, die Freizeiteinrichtung auf Vordermann zu bringen. Dabei sollte Kühlwasser aus der Lipsia, das dort aufgeheizt wurde, zum Bad gelangen und so auch Badespaß bei kälteren Temperaturen ermöglichen. Sogar eine verschiebbare Glasüberdachung und eine Sauna waren geplant. Die großzügigen Pläne wurden in den 1970er und 1980er Jahren jedoch zunichte gemacht. Nach der Wende erhielt das 3000 Kubikmeter Wasser fassende Badebecken eine neue Folie und wurde seitdem von vielen Menschen genutzt.

Von Bärbel Schumann

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