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Oschatz Freistaat will Waldbesitzer zusätzlich fördern
Region Oschatz Freistaat will Waldbesitzer zusätzlich fördern
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06:00 27.11.2018
Staatminister Thomas Schmidt spricht zum 14. Forstpolitischen Forum im Schloss Hubertusburg in Wermsdorf. Quelle: Foto: Jana Brechlin
Wermsdorf

Das Wermsdorfer Schloss Hubertusburg war am Montag Treffpunkt für das 14. Forstpolitische Forum des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft. Der Ovalsaal war dazu bis auf den letzten Platz gefüllt – kein Wunder, denn das Thema „Witterungsextreme 2018“ dürfte private und körperschaftliche Waldbesitzer genauso wie den Sachsenforst betreffen.

Zum Auftakt räumte Umweltminister Thomas Schmidt ein, dass 2018 das schwierigste Jahr für Wälder und Forstwirtschaft gewesen sei. „Die Auswirkungen sind dramatisch“, sagte er und nannte zum Beispiel die 2,7 Millionen Festmeter Schadholz, die allein durch Stürme angefallen sind. Immerhin seien davon aktuell mehr als 90 Prozent im Staatswald und rund zwei Drittel im Privat- und Körperschaftswald aufgearbeitet. Er danke allen Mitarbeitern und Bewirtschaftern für das, was sie bei der Schadensbewältigung geleistet haben.

Mehr Unterstützung für Waldbesitzer

Hinzu kommen allerdings noch die Schäden durch den Borkenkäfer. Durch die anhaltende Trockenheit hätten sich die Käfer „explosionsartig“ vermehren können, und die Bäume konnten dem nichts entgegensetzen. Schmidt schätzt, dass die Schadholzmenge dadurch auf rund eine Million Kubikmeter anwächst. Neben Sturm- und Borkenkäferschäden wurden die sächsischen Wälder in diesem Jahr von insgesamt 138 Bränden gezeichnet.

All das führe zu einer angespannten Lage in der Forstwirtschaft: „Auch wenn es deshalb zu einem weiteren Verfall der Holzpreise kommt, führt kein Weg daran vorbei, jeden befallenen Baum schnellstmöglich zu fällen, aufzuarbeiten und abzufahren“, so der Minister. Dabei könnten die Waldbesitzer auf Unterstützung des Freistaates setzen. Dazu gehören kostenfreie Beratungen, zudem sollen jetzt auch die Lagerplätze des Sachsenforstes für Holz aus dem Privat- und Körperschaftswald geöffnet werden. Außerdem hätten sich Regierung und Regierungsfraktion im Zuge der Haushaltsverhandlungen bereits darauf verständigt, Mittel für die Bekämpfung der Folgen der Witterungsextreme bereit zu stellen. Die Rede ist von drei bis acht Millionen Euro, der entsprechende Vorschlag soll im Dezember beschlossen werden.

Jährlich 40 Ausbildungsplätze

„Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir dem Klimawandel begegnen“, forderte Thomas Schmidt in Wermsdorf. Man müsse den Kurs aber nicht komplett neu erfinden, sondern sei in Sachsen schon auf dem Weg zu stabilen, arten- und strukturreichen und leistungsfähigen Mischwäldern. Um diese Strategie weiter umzusetzen, brauche man auch künftig gut ausgebildete Fachleute. „Ich bin daher froh, dass es uns gelungen ist, jährlich 40 Ausbildungsstellen beim Staatsbetrieb Sachsenforst zu erhalten.“ Dafür würde fast das Zehnfache an Bewerbungen eingehen – anders als sonst oft bei grünen Berufen ist die Ausbildung zum Forstwirt bei jungen Leuten offenbar immer noch gefragt.

Von Jana Brechlin

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