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Oschatz Freiwillige Feuerwehr Oschatz feiert 150-jähriges Jubiläum
Region Oschatz Freiwillige Feuerwehr Oschatz feiert 150-jähriges Jubiläum
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18:12 06.10.2013

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Von Jana brechlin

Diese Bedeutung unterstrich auch Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) zur Festveranstaltung am Freitag. Dass es immer Kameraden gab, die sich ehrenamtlich engagiert haben und auch durch Niederlagen nicht abschrecken ließen, sei anerkennenswert, betonte er. Gemeinsam mit dem Stadtrat stehe er hinter der freiwilligen Feuerwehr, das würden bereits erfolgte Investitionen in die Technik beweisen. "Das deutlichste Zeichen dafür ist der Bau des neuen Gerätehauses für rund 2,4 Millionen Euro", so Kretschmar. Er dankte dafür auch Landrat Michael Czupalla, der das "Kunststück fertig gebracht habe", dass die anderen Städte und Gemeinden bei der Fördermittelvergabe zugunsten des Oschatzer Gerätehauses zurückgesteckt haben, sowie Minister Frank Kupfer, der die Zuwendung von Dresden aus forciert hatte.

Kupfer (CDU) honorierte den Einsatz der Oschatzer Wehr, die statistisch immerhin jeden zweiten Tag im Jahr ausrücken müsse. Wie gut die Helfer aufgestellt seien, habe man in diesem Jahr auch während des Junihochwassers gesehen. Verbesserter Hochwasserschutz und landesweit klarere Strukturen hätten geholfen, die Schäden im Vergleich zu 2002 deutlich geringer zu halten. "Die freiwilligen Feuerwehren sind die größte Bürgerbewegung, die es in unserem Land gibt. Die Einsätze passieren an den unterschiedlichsten Orten und stellen jedesmal eine Herausforderung dar", unterstrich Michael Czupalla (CDU). Gerade bei der jüngsten Flut seien auch Kameraden vom Hochwasser betroffen gewesen und hätten dennoch anderen geholfen.

"Das Leben der Helfer ist zwar sicherer, aber nicht einfacher geworden", sagte Karsten Saack, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes. Mit ihren Aufgaben sei auch die Verantwortung für das Gemeinwesen gewachsen. Die Feuerwehrleute würden ehrenamtlich für die Pflichtaufgaben der Kommunen sorgen, meinte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Frank Reichel: "Dazu gibt es in Oschatz gute Rahmenbedingungen." Es sei schließlich nicht überall so, dass Stadträte und Bürgermeister geschlossen hinter "ihrer" Wehr stehen würden.

Der Oschatzer Wehrleiter Lars Natzke blickte in seiner Festrede auf die 150-jährige Geschichte der Helfer zurück und unterstrich, dass in der Stadt bereits frühzeitig auf das Prinzip der Freiwilligkeit gesetzt wurde. Natzke vergaß auch nicht, sich bei seinen Mitgliedern und deren Familien sowie den Wehren in den Stadtteilen zu bedanken, die bei zuletzt rund 200 Einsätzen im Jahr gemeinsam helfen. "All das ist nur möglich, weil es immer wieder Menschen gibt, die sich entschließen, in ihrer Freizeit für andere da zu sein", sagte er abschließend.

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