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Oschatz Freundeskreis Schloss Hubertusburg in Wermsdorf seit 20 Jahren aktiv
Region Oschatz Freundeskreis Schloss Hubertusburg in Wermsdorf seit 20 Jahren aktiv
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12:12 13.03.2018
Die Gründungsmitglieder Frank Kupfer, Rosemarie Riedel, der langjährige Vorsitzende Dr. Georg Müller (v.l.) sowie Kurt Kirpal, Manfred John, Dietmar Jentzsch und der aktuelle Vorsitzende Wolfgang Köhler (v.r.). Quelle: Foto: Jana Brechlin
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Wermsdorf

„Nicht nur über Ideen reden, sondern diese auch umsetzen – das wäre mein größter Wunsch“, sagte Wolfgang Köhler zur Festsitzung 20 Jahre Freundeskreis Schloss Hubertusburg am Sonnabend im Ovalsaal. Der Vereinsvorsitzende erinnerte daran, dass es direkt unmittelbar nach der Wende Bestrebungen gab, einen Verein für die Anlage zu gründen. „Die Hubertusburg mit ihren 150 Gebäuden war damals bis in den letzten Winkel genutzt“, blickte er zurück. Als Einrichtungen geschlossen und Krankenhausbereiche verlegt wurden, seien früh schon neue Ideen für eine künftige Nutzung gesammelt worden.

Großer Zuspruch auf Initiative Pro Hubertusburg

Jetzt, in seinem 20. Jahr, hat der Freundeskreis die Frage danach erneut aufgegriffen und die Initiative Pro Hubertusburg gestartet, die Gründe und Vorschläge von Menschen aus der Region für eine nachhaltige Nutzung des Ensembles sammelt. „Ich bin ganz erschlagen von dem Zuspruch“, schwärmte der Vereinsvorsitzende, „es gibt tausend Gründe, warum das so ein besonderes Schloss ist, die man bitte zur Kenntnis nehmen könnte.“ Bei allen Führungen, Konzerten oder Ausstellungen, die während der vergangenen Jahre durchgeführt worden sind, werde sich der Verein weiterhin in erster Linie auf die Nutzung konzentrieren, kündigte Wolfgang Köhler an. Zudem wolle man Geschichte vermitteln und die Tradition des Friedensortes pflegen.

Allein zwölf Millionen D-Mark für Dächer

Bei der feierlichen Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen, die von den Wermsdorfer Goldkehlchen musikalisch umrahmt wurde, kamen Gründungsmitglieder, Wegbegleiter und neue Mitstreiter miteinander ins Gespräch. Baurat Ingo Fischer erinnerte daran, dass Hubertusburg 1992 als Liegenschaft zum Freistaat kam, und die erste Sanierung mit der Turmbekrönung des Hauptschlosses ein Ausrufezeichen setzte. Wolfgang Trommer, bis zum Ruhestand beim Sächsischen Immobilien- und Baumanagement tätig, zählte auf, dass in den 1990er Jahren allein schon zwölf Millionen D-Mark in die Dächer geflossen sind. „Der damalige Finanzminister Georg Milbradt hatte einen Narren an der Hubertusburg gefressen und war selbst mehrfach vor Ort“, nannte er einen Fürsprecher in jenen Jahren. Abgesehen von Fassaden, Dächern oder Vorplatz habe der Freistaat auch viel Geld in weniger augenfällige Projekte investiert, fügte Ingo Fischer hinzu: „Allein die 1,2 Kilometer lange Umfassungsmauer kommt bei ihrer Sanierung auf eine Million Euro.“

Lob von der Bürgerstiftung

Festredner Winfried Ripp, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Dresden, lobte die Mitglieder des Freundeskreises für ihr Engagement. „Initiativen wie die ihre sind das, was unser Land zusammenhält“, sagte er. „Sie leben wahre Werte und übernehmen Verantwortung – herzlichen Dank dafür“, schloss er.

Von Jana Brechlin

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