Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Frische Brise für verstaubtes Kirchenschiff
Region Oschatz Frische Brise für verstaubtes Kirchenschiff
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:34 12.03.2018
Oschatz

[gallery:600-39348292P-1]

"Nachdem dieser Raum 300 Jahre lang als Lager genutzt wurde", sagt Andreas Wolf. Er ist Vorsitzender des kürzlich gegründeten Vereines, der auch für Menschen offen ist, die nicht Mitglied einer Kirche sind.

Bisher wurde nur ein kleiner Teil des Gotteshauses - der Chorraum - von der evangelischen Kirchgemeinde als Gemeindezentrum und Winterkirche genutzt. In diesem Gebäudeteil wird derzeit saniert (wir berichteten). Ob und wann die Handwerker darüber hinaus auch im Kirchenschiff loslegen, ist noch unklar. Fest steht indes: "Der Raum soll in seiner Architektur so erhalten bleiben und nicht verbaut werden", sagt Andreas Wolf.

Wichtiger als die bauliche Sanierung - da ist sich der Vereinschef mit seinen Stellvertretern Anne Matthies-Umhau und Burkhard Weichsel einig - ist ihnen die vielfältige Nutzung des Kirchenschiffes. Zusammen haben die Initiatoren dafür ein Leitbild entworfen. Darin steht, dass hier ein Ort der Begegnung, Offenheit, freien Entfaltung, Geborgenheit und Religion entstehen soll. "Das Leitbild soll die Richtung vorgeben", erklärt Anne Matthies-Umhau.

Einen Eindruck davon, in welche Richtung das gehen könnte und wie das große Kirchenschiff ohne all das bisher eingelagerte Inventar wirkt, konnten sich vor einigen Tagen über 200 Menschen machen - beim Konzert des Lampertswalder Chores "Ton-Art". "Das war das erste gelungene und viel versprechende Projekt. Ich freue mich, dass die Bemühungen um die Klosterkirche weitergehen", sagt der Oschatzer Pfarrer Christof Jochem.

An Ideen für weitere Veranstaltungen mangelt es den Vereinsmitgliedern nicht. "Modenschau, Sonntagsbrunch, Weihnachts- oder Bauernmarkt - das alles ist möglich", zählt Burkhard Weichsel auf. Und er betont im gleichen Atemzug: "Wir wollen aber keine Konkurrenz zur St. Aegidienkirche oder zum E-Werk sein." Stattdessen gehe es um Einzigartigkeit. "Um noch einen Farbtupfer mehr für Oschatz", so Vereinschef Wolf. Und seine Stellvertreterin Anne Matthies-Umhau ergänzt: "Wir wollen die überregionale Bekanntheit von Oschatz fördern."

Beim Umsetzen dieser Ziele wollen sich die "KlosterArt"-Mitglieder zeitlich nicht unter Druck setzen lassen. Der Bau der Klosterkirche, die von Franziskanermönchen an der Oschatzer Stadtmauer errichtet wurde, jährt sich im Jahr 2028 zum 800. Mal. "Dann werden wir sehen, was aus unseren Träumen geworden ist", blickt Andreas Wolf gelassen in die Zukunft. © Kommentar

Kontakt zum Verein: Tel. 0177/783 03 07

Frank Hörügel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die dritte Herrenvertretung im Tischtennis wurde im Vergleich zur Spielzeit 2012/2013 neu aufgestellt. Für Johannes Zeibig und Wolfgang Herbst kamen Dietmar Pornitz und Harry Bruchholz in der Kreisliga-Mannschaft zum Einsatz.

01.07.2014

Dreiseitenhöfe prägen die Ortsbilder in der Region. Ob sie Aushängeschilder oder Schandflecke sind, hängt jedoch in großem Maße von denen ab, die sie besitzen oder erwerben.

30.06.2014

Jens Naujoks (37) führt ab heute die Gaststätte und Kegelbahn "Zum Windhuk" am Praschwitzer Weg. Er übernimmt den Betrieb von seinen Eltern Brigitte (61) und Klaus Naujoks (62).

30.06.2014