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Oschatz Frühjahrspflanzung am Silbersee im Wermsdorfer Wald
Region Oschatz Frühjahrspflanzung am Silbersee im Wermsdorfer Wald
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06:00 11.04.2016
Revierförster Ralf Böhme (vorn) und Bürgermeister Matthias Müller pflanzen mit Wermsdorfer Grundschülern Sträucher am Carlsteich. Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Die Sanierung ist abgeschlossen, das Ufer jetzt leicht zu erreichen und der Silbersee wieder einen Ausflug wert. Nachdem das Auslaufbauwerk des Gewässers am Butterweg im Wermsdorfer Wald beim Hochwasser 2013 stark beschädigt und im vergangenen Herbst saniert wurde (wir berichteten), sind die Arbeiten nun abgeschlossen. Symbolisch besiegelte der Forstbezirk Leipzig, zu dem das Gebiet gehört, das Ende der Baumaßnahmen mit einer Pflanzaktion, bei der Viertklässler der Wermsdorfer Grundschule gemeinsam mit Bürgermeister Matthias Müller (CDU) heimische Sträucher am Ufer pflanzten. Als nächstes soll noch eine neue Sitzgruppe aufgestellt werden.

Weil der Auslauf am Damm die Wassermassen bei den Starkregen im Juni 2013 nicht fassen konnte, entstand bei den Überspülungen ein ein Meter breites Loch – ein Risiko für die Standfestigkeit der Anlage. Wie der Leiter des Leipziger Forstbezirkes Andreas Padberg informierte, sei die Sanierung mit der unteren Naturschutzbehörde und der unteren Wasserbehörde abgestimmt worden. „Dabei gab es viel zu bedenken, immerhin ist der Teich ein Flächennaturdenkmal und Laichgewässer für Amphibien wie den Kammmolch.“ Nach dem Abriss des beschädigten Auslaufs und der Ziegel-Prallwände begann der Neubau des Ständerbauwerkes, das nun ein größeres Auslaufrohr hat. 101 000 Euro hat der Sachsenforst dafür investiert, so Padberg, man hoffe allerdings noch auf Mittel aus dem Hochwasserfonds.

Damm und Auslaufbauwerk sind wieder erneuert. Quelle: Dirk Hunger

Mit Hilfe der Wermsdorfer Grundschüler sollen dort bald Sträucher wie Roter Hartriegel, Hasel, Pfaffenhütchen, Schlehe oder Schneeball blühen. Außerdem pflanzten Andreas Padberg und Bürgermeister Matthias Müller gemeinsam noch den Baum des Jahres 2016, eine Winterlinde am Ufer des Silbersees. Wobei „Silbersee“ von Forstkennern wie Revierförster Ralf Böhme nicht gern gehört wird. „Der richtige Name für das Gewässer ist Carlsteich“, stellt er klar. Dieser sei ursprünglich angelegt und nach dem einstigen Förster Carls Redlich benannt worden, der von 1938 bis 1945 im Revier wirkte. „Silbersee heißt der Teich nur im Volksmund. Angeblich, weil die Wasseroberfläche in Mondnächten silbern schimmert“, sagt Ralf Böhme und stellt klar: „Eigentlich müsste der Name auf allen Wanderkarten und Wegweisern korrigiert werden. Auf forstlichen Karten wird man jedenfalls immer die Bezeichnung Carlsteich finden.“

Im Winterhalbjahr 1951/52 wurde einmal komplett das Wasser abgelassen, um den Teich zu entschlammen. Nach der Beschreibung von Böhme muss das schon ein kleines Spektakel gewesen sein, immerhin wurden dafür extra kurzzeitig Schienen verlegt und Loren in den Wald geschafft, um den Schlamm am Ufer zu transportieren. Auf der Ablagefläche seien anschließend Erlen gewachsen, so der Revierförster.

Von Jana Brechlin

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