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Oschatz Führerschein im Vater-, äh...im Heimatland
Region Oschatz Führerschein im Vater-, äh...im Heimatland
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16:56 18.03.2018
Christian Kunze Quelle: ALL
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„Heimatland“ statt „Vaterland“ – mit dem Wunsch nach der Änderung des Textes der deutschen Nationalhymne zugunsten der Frauen hat Kristin Rose-Möhring erst viel Aufmerksamkeit und dann jede Menge Gelächter geerntet. Das liegt wohl daran, dass die Gleichstellungsbeauftragte der Bundesregierung hier den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht hat. Sie hat schlicht und ergreifend nicht bedacht, dass weite Teile unseres „Vaterlandes“ aus „Mutterboden“ bestehen – um diese Ungerechtigkeit sollte sie sich zuallererst mal kümmern!

Nicht genug gleichgestellt fühlt sich auch Marlies Krämer. Die Seniorin verklagte jetzt die Sparkasse, weil sie auf deren Formularen als „Kunde“ angesprochen wird. Korrekt, so Krämer, sei in ihrem und im Falle aller übrigen Frauen die Anrede „Kundin“. Na, wenns weiter nichts ist... Vermutlich würzt Frau Krämer ihre Speisen daheim auch mit dem Mineral aus der „Salzstreuerin“ und dreht zum Händewaschen die „Wasserhenne“ auf.

In Sachen Geschlechtergerechtigkeit lobe ich mir da die Literatur. Sie hält für alle etwas parat. Das Buch, der Einband, die Seite – da fehlt gar kein Geschlecht! Und sogar nach dem Aufschlagen bleibt das so: das Wort, der Satz, die Zeile – perfekt! Denken Sie doch bitte daran, wenn Sie an diesem Wochenende durch die Hallen der Leipziger Buchmesse flanieren.

Wo die einen wollen, dass alles berücksichtigt wird, da möchten die anderen etwas verbieten. Politisch korrekte Sprachpolizisten haben den süßen „Negerkuss“ bereits aus dem Konditoreiregal verbannt, dem „Zigeunerschnitzel“ auf der Speisekarte droht ein ähnliches Schicksal. Angesichts dieser Debatten frage ich mich, wie es möglich ist, dass in Deutschland über 70 Jahre nach dem Tode Adolf Hitlers Kraftfahrer nach bestandener Prüfung immer noch einen „Führerschein“ erhalten?

Von Christian Kunze

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