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Oschatz Fünf Einbrüche in zwei Wochen
Region Oschatz Fünf Einbrüche in zwei Wochen
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16:36 29.05.2013
Polizeibeamte müssen schon wieder einen Einbruch in den Hähnchenimbiss aufnehmen. Quelle: Sven Bartsch

Das Verkaufspersonal ist verunsichert und ängstlich, der Chef wütend. Keiner der 20 mobilen Geflügelverkaufsläden in der Region würden so heimgesucht. Dabei hatte die Polizei beim vorletzten Mal - wenige Tage vorher - zwei junge Männer (19) auf frischer Tat ertappt (wir berichteten).

Von Gabi Liebegall

Die 44-jährige Verkäuferin ist außer sich. "Ich denke jeden Morgen daran, ob ich wieder eine böse Überraschung erlebe." Sie schlafe schlecht und sei auch mental ziemlich angeschlagen. Gestohlen worden seien diesmal Kartoffelsalat und Saft, drei kalte Haxen, eine Schweinshaxe. Außerdem hätten die Täter beim Durchsuchen des Wagens ihre Handschrift hinterlassen.

Roland Geiser von der gleichnamigen Geflügelverkaufs-Firma hat diesen Verkaufswagen seit vier Jahren in Oschatz stehen. Und der macht ihm die meisten Sorgen. Immerhin bleibt er auf dem Schaden sitzen. Dafür komme keine Versicherung auf. "Ich weiß nicht, was in den Köpfen dieser Menschen vorgeht", schimpft Geiser, der sich schnell in Rage redet und sofort auch Vorschläge macht, wie "solche Typen" bestraft werden sollten. "Diese Dimension ist für mich ein neues Fach", sagt er und meint damit eine neue kriminelle Energie.

Obwohl ein Mitarbeiter vor wenigen Tagen die Polizei alarmieren konnte, weil er mitbekommen hat, dass in den Hähnchen-Wagen eingebrochen wird, hat das nichts gebracht.

Die Polizei hat die Personalien der beiden 19-Jährigen aufgenommen und sie wieder auf freiem Fuß gesetzt. Die Tatverdächtigen stammen aus Oschatz und Mügeln und waren, wie von der Polizei zu erfahren war, mit dem Fahrrad zum Tatort gelangt. "Trotzdem bekommt mein Mitarbeiter die 500 Euro, die ich für die Ergreifung der Täter zur Belohnung ausgesetzt habe", so der Firmenchef.

Er versteht nicht, warum die jungen Männer nicht zur Verantwortung gezogen werden. Dazu ist allerdings noch nicht das letzte Wort gesprochen. Da die Einbrüche in den Wagen fast immer die gleiche Handschrift trugen, geht die Polizei davon aus, dass es sich jedesmal um die selben Täter gehandelt haben kann.

Aus diesem Grund wurde ein Durchsuchungsbeschluss erteilt, um bei den mutmaßlichen Tätern die Wohnung nach Diebesgut zu durchforsten. Das Ergebnis dieser polizeilichen Maßnahme stand bis zum gestrigen Redaktionsschluss noch nicht fest.

Gabi Liebegall

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