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Für Kleine Gartenschau in Oschatz wird O-Park rausgeputzt

Veranstaltung Für Kleine Gartenschau in Oschatz wird O-Park rausgeputzt

Oschatz erfährt immer wieder Anerkennung für die Nachhaltigkeit seiner Gartenschau. Erfolgsgarant dafür ist die Lebenshilfe, die das Gelände pflegt. Zum Beginn dieser Saison fährt sie ihre Vorbereitung eine Nummer größer, damit das Publikum der Kleinen Gartenschau einen Oschatz-Park in Bestform zu sehen bekommt.

Der Säulengarten wurde neu bepflanzt.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Vom 1. bis 5. Juni findet im O-Park die 2. Kleine Gartenschau statt. Aus diesem Grund steht die Lebenshilfe, die das Areal pflegt, in diesem Jahr vor größeren Herausforderungen als bei einem normalen Saisonbeginn.

„Wir haben uns 100 Tonnen Splitt anliefern lassen, um die nicht gepflasterten Wege und Flächen neu zu belegen“, nennt Katja Bachmann, Leiterin des O-Schatz-Parkes, ein Beispiel für die außerordentlichen Bemühungen in diesem Jahr. Das sei schon eine Investition von rund 2000 Euro. Aber diese Menge müsse schließlich auch bewegt werden.

Das – und noch viel mehr – übernehmen die 36 von der Lebenshilfe betreuten Mitarbeiter. „Wir haben in diesem Jahr erstmals das Pflaster mit Hochdruck gereinigt. Die Wege sehen jetzt wieder hell statt schwarz aus“, nennt Katja Bachmann einen weiteren Punkt des in diesem Jahr deutlich ausführlicheren Frühjahrsputzes.

Völlig neu präsentiert sich der Spielplatz. Auch hier habe die Lebenshilfe ordentlich Geld in die Hand genommen. Neben einem Kletterturm mit Rutsche gibt es Reckstangen. Die Gerüste für die Schaukeln stehen auch schon. „Der kleine Bagger kommt wieder auf den Platz, er ist gerade zur Reparatur“, erläutert Katja Bachmann. Die neu angeschafften Spielgeräte würden zum größten Teil aus Edelstahl bestehen. Das sei zwar teurer, aber man könne eine höhere Lebensdauer erwarten.

Gleich neben dem Spielplatz, aber nicht durch Zäune oder Hecken abgetrennt, befindet sich der Picknickplatz. „Hier werden in den nächsten Tagen Sitzgarnituren aufgestellt. Die Tische und Bänke stammen aus der Werkstatt der Lebenshilfe“, betont die Leiterin des O-Schatz-Parkes.

Erneuert wurde in den vergangenen Tagen ebenfalls das Karussell vom Spielplatz, das einen neuen Anstrich erhalten hat und nun neben dem Holz-Zug steht. Auch dieser soll nach Angaben von Katja Bachmann bis zur Kleinen Gartenschau noch frische Farbe erhalten. Farbe spiele zum Saisonbeginn im O-Schatz-Park ohnehin eine wichtige Rolle. „Es gibt hier eine Menge Holz, das regelmäßig einen neuen Anstrich braucht“, erläutert die Chefin des Parkes. Dabei werde, zur Sicherheit für Mitarbeiter und Besucher, ausnahmslos Farbe mit dem Umwelt-Gütesiegel „Blauer Engel“ verwendet, was deutlich preisintensiver sei als ein Billigprodukt vom Baumarkt.

Zu den Dingen, die jetzt wieder neu gestrichen worden seien, gehörten die Hochbeete. Sie seien noch zu befüllen und zu bepflanzen. „Das passiert alles bei laufendem Betrieb, also neben der Erledigung der täglich anfallenden Arbeiten – wie Pflege der Tiere in den Gehegen und Absicherung der Veranstaltungen im O“, unterstreicht Katja Bachmann.

Bei der Vorbereitung der Kleinen Gartenschau erhält die Lebenshilfe von verschiedenen Seiten Unterstützung. Neben dem Förderverein Landesgartenschau, der die Bepflanzung des vertikalen Gartens erneuert hat (wir berichteten), habe zum Beispiel die Schule für geistig Behinderte mit großem Elan in der Elektro-Auto-Anlage Unkraut gezogen.

Manchmal werde sie gefragt, warum der O-Schatz-Park nicht immer so aussehe, wie zur Gartenschau 2006, berichtet Katja Bachmann. Damals habe es in größerem Umfang geförderte Arbeitsgelegenheiten gegeben, erklärt sie dann. Außerdem sei während der Gartenschau die Gastronomie an andere Firmen vergeben gewesen. Um die Pflanzungen hätten sich eine Vielzahl von Gartenbaubetrieben mit ihren geschulten Mitarbeitern gekümmert. „Jetzt stehen an sieben Tagen pro Woche für drei Schichten insgesamt 36 Mitarbeiter zur Verfügung. Was sie leisten, kann sich sehen lassen, reicht aber natürlich nicht an die Leistungen einer Landesgartenschau heran“, betont die Leiterin des Parkes.

Von Axel Kaminski

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