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Oschatz Für Schilderproduktion von Ausbau Mügeln wird größere Hallegebaut
Region Oschatz Für Schilderproduktion von Ausbau Mügeln wird größere Hallegebaut
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10:49 07.03.2018
Ivonne Griehl ist mit den Radwegeweisern an der Kaschiermaschine zugange. Quelle: kristin engel
Mügeln

Ideen und erste Planungen gibt es bereits seit vergangenem Jahr. Jetzt wurde mit dem Straßenbau am Mügelner Gewerbegebiet begonnen. Dabei handelt es sich um die Vorbereitungen zum Bau der neuen Halle für die Verkehrszeichenproduktion der Firma Ausbau Mügeln GmbH. „Unsere derzeitige Produktionshalle in der Dr.-Friedrichs-Straße platzt aus allen Nähten. So haben wir das Grundstück im Gewerbegebiet erworben, das derzeit erschlossen wird. Bis die Stadt die Vorarbeiten abgeschlossen hat, wird es voraussichtlich bis zum 15. Dezember dauern“, sagt Udo Dietsch.

2018 ist Baubeginn für neue Halle

Dass es noch etwas dauern könnte, passt dem Geschäftsführer gut. Denn zuerst muss die Technologie berücksichtigt werden, bevor die Halle geplant wird. „Das grobe Konzept steht. Nun folgt der Feinschliff.“ 2018 ist Baubeginn. Die Fertigstellung wird im Jahr 2019 erfolgen.

Bisher arbeiten die Mitarbeiter für den Bereich „Verkehrszeichenproduktion“ in zwei Gebäuden. Eines – mit der Größe von 540 Quadratmetern – wurde bereits nach der Wende gebaut. Später wurde dieser Bereich durch ein 144 Quadratmeter großes Gebäude ergänzt. „Das bedeutet viele Laufwege und unproduktive Zeiten“, bedauert Dietsch. Der geplante Neubau im Gewerbegebiet soll dann zwischen 1800 bis 2000 Quadratmeter umfassen. „Das klingt viel, doch es gibt viele Sachen für die Verkehrszeichenproduktion, die in einem Nebengebäude untergebracht sind. 2000 Quadratmeter sind daher nicht übertrieben – es würde sogar noch mehr Platz gebraucht werden.“ In der neuen Halle soll dann noch mehr und effektiver produziert werden, so dass schnell reagiert und schnell geliefert werden kann.

2011 gab es bei Ausbau Mügeln die letzten großen Neuerungen. Damals war es die Einführung des Digitaldrucks. „Bis dahin wurde alles im Siebdruckverfahren hergestellt. Die neue Druckart stellte uns vor neue Herausforderungen, machte aber auch vieles einfacher.“ Zu dieser Zeit musste die lasierende Farbe, wodurch das Reflektieren der Grundfolie weiterhin erkennbar sein sollte, erst entwickelt werden.

RAL-Zeichen 63 steht für Ausbau Mügeln

Es gibt bei der Verkehrszeichenproduktion Einiges, worauf geachtet wird. Das RAL-Zeichen muss auf jedem Verkehrszeichen im öffentlichen Raum ersichtlich sein. Dieses Zeichen belegt, dass die Güteanforderungen eingehalten wurden. Hierauf erkennt man, von welchem Hersteller das Schild ist – die 63 steht für Ausbau Mügeln – und in welchem Quartal und Jahr dieses hergestellt wurde.

Die Firma in Mügeln liefert die Verkehrsschilder hauptsächlich nach Deutschland, aber auch in die Schweiz und vereinzelt nach Österreich. In der gesamten Firma sind über 70 Mitarbeiter – darunter auch Teilzeitkräfte – tätig. Allein 30 davon arbeiten in der Verkehrszeichenproduktion. Wenn sich nach der Erweiterung durch die neue Produktionshalle auch der Umsatz steigert, sollen aller Voraussicht nach weitere Mitarbeiter eingestellt werden. „Man braucht gleich mehrere Mitarbeiter für ein Verkehrszeichen“, sagt Udo Dietsch und erklärt: „Zuerst muss der Auftrag bearbeitet werden. Mit der Auftragsbestätigung geht es in den Bereich Bearbeitung. Der Auftrag wird hier im Computer zugeordnet. Diese Planung landet schließlich im Digitaldruck. Hier wird die Rolle bedruckt, laminiert und schließlich vom Plotter – der Schneidemaschine – zugeschnitten. Die Folie wird mit einem Aluminiumgrundkörper „verheiratet“. Wenn der Auftraggeber dies wünscht, gibt es noch eine Randprofilverstärkung, Pfosten, Schrauben, Schellen und Hülsen mit dazu. Erst dann ist das Schild fertig, um schließlich verpackt und verschickt zu werden. Somit geht ein Schild von Hand zu Hand.“

In Deutschland gibt es über 800 verschiedene Verkehrsschilder. Ausbau Mügeln ist laut Dietsch in Deutschland die einzige Firma, die vertikale und horizontale Verkehrszeichen anbietet. „Damit sind die normalen Verkehrszeichen und die Farbahnmarkierungen gemeint“, erklärt der Geschäftsführer.

Von Kristin Engel

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