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Fürs Oschatzer Platsch-Bad sind aufblasbare Rutschen im Gespräch

Erlebnisbad Fürs Oschatzer Platsch-Bad sind aufblasbare Rutschen im Gespräch

Das Oschatzer Platschbad braucht eine Zukunft. Diese diskutierte jetzt der Oschatzer Jugendstadtrat mit dem Oberbürgermeister und Vertretern der Freizeitstätten GmbH. Der Fokus der Generation Facebook liegt auf Events. Doch nicht alles ist in Oschatz machbar.

Mobile Rutschen wie in Limbach-Oberfrohna könnten auch in Oschatz für Spaß sorgen.

Quelle: Stadt Limbach-Oberfohna

Oschatz. Der förderfähige Umbau des Platschbades zur Reduzierung der Betriebskosten ist daran gebunden, das Bad 20 Jahre lang mit touristischer Nutzung zu betreiben. Damit das gelingt, muss die junge Generation ihre Ideen einbringen – denn das Gros der jetzigen Besucher ist im Rentenalter. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) rief die Mitglieder des Jugendstadtrates deshalb dazu auf, Ideen zur jugendgerechten Belebung der Bade- und Saunalandschaft zu sammeln. Nach einem Platsch-Rundgang wurden diese ausgewertet und auf Umsetzbarkeit geprüft.

Schülerberfragung am Thomas-Mann-Gymnasium

Aron Avdiji vom Thomas-Mann-Gymnasium nahm die Problematik zum Anlass für eine Umfrage in allen Klassenstufen. Die Ergebnisse dieser Befragung sind wenig überraschend: Die jungen Oschatzer und Schüler der umliegenden Orte haben kaum Interesse am Innenbereich des Bades oder der Sauna. Sie nutzen vorrangig das Freibad. „Wenn etwas passieren soll im Bad, dann muss es mit Erlebnissen verbunden sein“, so Avdiji und erntete zustimmendes Nicken der übrigen Jugendräte. Sportliche Aktivitäten spielen zwar eine Rolle, stehen aber nicht im Vordergrund, so das Ergebnis.

Auf die Frage, was verbessert oder verändert werden könnte, wiesen die Gymnasiasten in der Umfrage darauf hin, dass das Personal im Bad mitunter unfreundlich sei. Ferner wurde die Einrichtung eines Wellenbades und die Fokussierung auf Gruppenrabatte angeregt – mit Vergünstigungen um bis zu 50 Prozent.

Sportliche Aktivitäten sollen ausgebaut werden

Jugendrätin Emely Scholz, selbst aktiv im Fußball, plädierte dafür, sportliche Aktivitäten auszubauen. „Ein Wellenbad ist Quatsch. Wenn wir Teamsportarten wie Wasserball besser bedienen und Turniere veranstalten, zieht das nicht nur Teilnehmer, sondern auch Zuschauer“, gab sie ihrer Überzeugung Ausdruck. Oberbürgermeister (OBM) Andreas Kretschmar erklärte, ein Wellenbad sei illusorisch, da dann die bisherigen Umbaupläne komplett verworfen werden müssten. Laut Kämmerer Jörg Bringewald seien die geforderten Rabatte von 50 Prozent absolut unwirtschaftlich.

OBM favorisiert aufblasbare Rutschen

Durch die Bank weg positive Resonanz fand der Vorschlag des Oberbürgermeisters, in regelmäßigen Abständen Event-Angebote zu unterbreiten – mit Kletterwänden und mobilen, aufblasbaren Rutschenlandschaften. „Die können wir mieten statt sie zu kaufen. So haben es die Betreiber des Bades im Limbach-Oberfrohna erfolgreich etabliert“, sagte er.

Jugendrätin Emily Griehl regte an, die Rutschenangebote altersmäßig zu staffeln, um „Stau“ zu vermeiden. Sie schlug vor, Vereine, Kindertagesstätten und Grundschulhorten verstärkt die Badnutzung zu offerieren, vor allem in den Ferien. „Als ich noch in diesem Alter war, waren wir oft im Platsch. Und das war toll.“ Weitere Vorschläge der jungen Mannschatzerin waren eine Wasserdisco mit DJ und Getränkeausschank und Sommerkino.

Ebenfalls problematisch sieht die Stadt die Kombination Bad und Fitnessstudio, die Aron Avdiji zusätzlich einbrachte. „Diese Überlegungen gab es unsererseits. Jedoch greifen wir damit in den Markt ein und überschreiten unseren Auftrag, der Grund- und Regelversorgung gerecht zu werden. Den Betrieb eines solchen Studios mit öffentlichen Mitteln zu subventionieren, ist nicht gestattet“, so Kämmerer Jörg Bringewald.

Emely Scholz regte an, für Veranstaltungen stärker mit Einrichtungen wie dem E-Werk zusammenzuarbeiten. Uta Moritz – seit April Leiterin der Freizeitstätten GmbH – nahm die Anregungen der Jugend mit. Sie räumte ein, dass die Öffentlichkeitsarbeit für das Bad ausbaufähig ist. „Wir müssen lauter werden und von uns reden machen“, so ihr Resümee.

Von Christian Kunze

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