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Oschatz Funke aus Afrika zündet in Cavertitz
Region Oschatz Funke aus Afrika zündet in Cavertitz
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16:44 20.08.2012

Von Janett Petermann

Den Anfang machte Manfred Hoffmann mit seinem Motorrad-Abenteuer. "Die Ferne, der Staub, die Hitze, die Krisengebiete, das Unbekannte - all das machte die Reise von Beginn an zu einem waschechten Abenteuer", so der Hobbyfotograf Hoffmann zu Beginn der Show. In mehreren Etappen hatte er sich vorgenommen, den weiten Weg von Dresden bis Kapstadt zurückzulegen. "Da ich selbstständig bin, kann ich mir meine Zeit so einteilen, dass ich mehrmals im Jahr einen solchen Trip unternehmen kann", erklärte er.

Geplant waren zwei Jahre für die Reise. Mittlerweile reist er seit fünf Jahren regelmäßig auf den schwarzen Kontinent. Sein Gefährt lässt er zwischen den Trips vor Ort in Werkstätten. Dass es da auch zu unangenehmen Überraschungen kommen kann, stellte er aber bald fest. Nach einer Panne in Äthiopien ließ er die Enduro in einem Vorort von Addis-Abeba, der Hauptstadt des Landes zurück, in der "Werkstatt seines Vertrauens", wie er glaubte. Als er Monate später wieder mit Ersatzteilen zurück kam, war von seinem Motorrad nur noch das Vorderrad mit Gabel in einem Stück. Hartnäckigkeit und Gelassenheit ließen ihn aber auch dieses Problem durchstehen und die Reise konnte weitergehen.

Wie ein roter Faden zog sich vor allem das Unbekannte durch den Vortrag. Über viele der bereisten Länder, wie den Sudan, ließen sich im Voraus nur wenige Informationen sammeln. "Uns wurde gesagt, durch Äthiopien sollen wir ganz schnell fahren. Die Kinder werfen mit Steinen und die Eltern klauen", so Hoffmann. Ganz unrecht hatten die Stimmen damit nicht, denn durch verunreinigtes Benzin auf dem Schwarzmarkt verursachten gerissene Händler einen großen Schaden am Motorrad, aber mit einem freundlichen "Salam alaikum" ließ sich die Grenze zu den Einheimischen rasch überwinden. Das merkte auch Hoffmann schnell und fühlt sich in Afrika pudelwohl.

"Die Fahrten sind bei der Hitze eine echte Strapaze", stellt der Motorradfan regelmäßig fest. Aber trotzdem zieht es ihn immer wieder in die unbekannte Weite. "Es kann sein, dass mein Vorhaben noch Jahre dauert, denn es kommt immer alles anders, als geplant", schätzt er seine weitere Reise ein, aber so findet er immer wieder neuen Stoff für seine Dia- Vorträge, die einen Teil der Reise mitfinanzieren.

Während in der lauen Sommernacht in Cavertitz also die Farben Afrikas mit dem sächsischen Sonnenuntergang verschmolzen, sprang der Funke auch bei den Zuschauern über, die gebannt die Aufnahmen und die fremden Gesichter der Beduinen betrachteten. Der, bis auf den letzten Sitzplatz ausverkaufte Auftakt der Dia-Reihe war ein voller Erfolg und man kann nur gespannt sein, mit welch exotischen Geschichten die Nachfolger die Dia-Fans der Region fesseln werden.

Am 24. August wird im E-Werk Oschatz "Abenteuer Regenwald" gezeigt, am 8. September im Schloss Dahlen "Orient". Vorverkauf: Agentur Landleben, im Reisebüro Göthert Dahlen, Oschatz-Information.

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