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Oschatz GEW und Verdi im Gespräch mit Stadtangestellten
Region Oschatz GEW und Verdi im Gespräch mit Stadtangestellten
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17:29 22.01.2013
Die Beschäftigten im Oschatzer Rathaus sollen mehr Geld verdienen, fordert die Gewerkschaft. Quelle: Dirk Hunger

Schon im vergangenen Jahr zeigte sich die Organisationssekretärin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Christine John mit der Gehaltsanhebung bei den städtischen Angestellten unzufrieden.

Im November forderte sie die Stadt Oschatz auf, die "Tarifflucht" zu beenden und bei den Erzieherinnen wieder zu den tariflichen Bindungen zurückzukehren. Der Gewerkschafterin fehlt das Verständnis, warum die Angestellten weniger Geld bekommen sollten: "In den Familien wird alles für die Kinder getan, egal ob es um das Spielzeug oder die Bekleidung geht, bei der Betreuung in den Kindertagesstätten darf es nicht billig genug sein."

Am vergangenen Montag hatten erstmals die Gewerkschaften GEW und Verdi zu einer gemeinsamen offenen Veranstaltung in das Oschatzer E-Werk eingeladen. "Zu dieser Veranstaltung waren natürlich in erster Linie die Beschäftigten eingeladen, die gewerkschaftlich organisiert sind. Aber auch alle anderen interessieren Arbeitnehmen der Stadt Oschatz waren zu der Veranstaltung eingeladen", sagte Christine John im Rückblick. Allerdings hatten sich die Vertreter der Gewerkschaft eine größere Resonanz bei den Arbeitnehmern erwartet. "Von den städtischen Angestellten gab es null Interesse und von den Kindertagesstätten waren nur die Erzieherinnen anwesend, die auch gewerkschaftlich organisiert sind", fasste es Christine John zusammen.

Trotzdem hat das Zusammentreffen im Oschatzer E-Werk eine neuen Qualität, denn GEW und Verdi wollen sich zusammen dafür einsetzen, dass mit der Stadt Oschatz über Tariftreue verhandelt wird. Diese Geschlossenheit der Gewerkschaften hatte es so in der Vergangenheit nicht gegeben. Eigentlich ist Verdi für alle Angestellten im öffentlichen Dienst verantwortlich, aus historischen Gründen sind aber zahlreiche Erzieherinnen in Oschatz in der GEW organisiert. Dies hatte in der Vergangenheit dazu geführt, dass die gewerkschaftlichen Vertretungen nicht mit einheitlicher Stimme gesprochen hatten.

Die Stadt Oschatz war Ende 2003 aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband ausgetreten und hat seitdem einen Haustarifvertrag. Laut Verdi liegt das Lohnniveau der Beschäftigten der Stadt Oschatz bis zu 23 Prozent unter dem vergleichbarer Beschäftigter der umliegenden tarifgebundenen Städte und Gemeinden. Hagen Rösner

© Kommentar

Rösner, Hagen

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