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?Gärten so gut wie möglich weiter bewirtschaften?

?Gärten so gut wie möglich weiter bewirtschaften?

Die städtischen Pläne für ein neues Wohngebiet in Teilen der Gartensparte Gänsegrube sorgen für Diskussionen (wir berichteten). OAZ befragte den Vorsitzenden des Regionalverbandes der Kleingärtner Torgau-Oschatz Andreas Zschau zu seiner Meinung.

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Andreas Zschau

Quelle: Dirk Hunger

Frage: Wie beurteilen Sie die Pläne der Stadt, einen Teil der Sparte für das Wohngebiet Altstadtblick zu opfern?

 

Andreas Zschau: Prinzipiell haben wir dagegen keine Einwände, weil es eine Vielzahl von Freigärten gibt, die nicht verpachtet sind. Künftig wird der Leerstand von Gärten noch zunehmen, eventuell müssen sogar ganze Kleingartenvereine geschlossen werden. Wenn die Einwohnerzahl in Oschatz von rund 20000 zur Wendezeit auf derzeit etwa 15000 zurückgeht, ist doch klar, dass weniger Gärten gebraucht werden. Wir benötigen im Kleingartenwesen ein ähnliches Programm wie für Wohnhäuser das Stadtumbauprogramm Ost.

 

Warum wurde dem Spartenvorsitzenden Frank Gulde im Dezember 2011 ein Garten verpachtet, obwohl es laut OBM Kretschmar die Absprache mit dem Regionalverband gegeben haben soll, dass keine leeren Gärten wieder verpachtet werden sollen?

 

Es gibt eine Niederschrift zu einer Beratung zwischen Stadtverwaltung Oschatz und dem Kreisverband am 29. März 2012. Darin ist festgehalten, dass in einem ersten Abschnitt vorrangig die Grundstücke der Oschatzer Wohnstätten GmbH vermarktet werden. Bei weiterem Bedarf sollen die Flächen der Gartenanlage erschlossen und vermarktet werden. Die Stadt will den Kreisverband auf dem Laufenden halten. Dann wird mit dem Kreisverband eine Vereinbarung abgeschlossen, in der geregelt wird, dass keine Gärten bei Kündigung neu vergeben werden. Weiterhin ist danach für alle Gärten des Baugebietes keine Pacht mehr zu zahlen. Der eigentliche Kündigungszeitpunkt hängt vom Abverkauf der Bauplätze im Bereich des ehemaligen Arbeitsamtes ab. Wenn die Stadt Fläche aus den Generalpachtvertrag in Anspruch nehmen will, muss sie diese Flächen kündigen, und eine Entschädigung laut Wertermittlung ist an den Pächter beziehungsweise an den Kleingartenverein zu zahlen.

 

Was empfehlen Sie den Gänsegruben-Gärtnern, wie sie sich jetzt weiter verhalten sollten?

 

Sie sollten ihre Gärten so gut wie möglich weiter bewirtschaften, denn nur so bleibt die kleingärtnerische Gemeinnützigkeit für den Kleingartenverein bestehen. Je besser der Garten in Schuss ist, um so höher wird die Wertermittlung und somit die Entschädigung sein. Fragen: Frank Hörügel

Frank Hörügel

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