Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz ?Gärten so gut wie möglich weiter bewirtschaften?
Region Oschatz ?Gärten so gut wie möglich weiter bewirtschaften?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:31 03.05.2013
Andreas Zschau Quelle: Dirk Hunger

Frage: Wie beurteilen Sie die Pläne der Stadt, einen Teil der Sparte für das Wohngebiet Altstadtblick zu opfern?

Andreas Zschau: Prinzipiell haben wir dagegen keine Einwände, weil es eine Vielzahl von Freigärten gibt, die nicht verpachtet sind. Künftig wird der Leerstand von Gärten noch zunehmen, eventuell müssen sogar ganze Kleingartenvereine geschlossen werden. Wenn die Einwohnerzahl in Oschatz von rund 20000 zur Wendezeit auf derzeit etwa 15000 zurückgeht, ist doch klar, dass weniger Gärten gebraucht werden. Wir benötigen im Kleingartenwesen ein ähnliches Programm wie für Wohnhäuser das Stadtumbauprogramm Ost.

Warum wurde dem Spartenvorsitzenden Frank Gulde im Dezember 2011 ein Garten verpachtet, obwohl es laut OBM Kretschmar die Absprache mit dem Regionalverband gegeben haben soll, dass keine leeren Gärten wieder verpachtet werden sollen?

Es gibt eine Niederschrift zu einer Beratung zwischen Stadtverwaltung Oschatz und dem Kreisverband am 29. März 2012. Darin ist festgehalten, dass in einem ersten Abschnitt vorrangig die Grundstücke der Oschatzer Wohnstätten GmbH vermarktet werden. Bei weiterem Bedarf sollen die Flächen der Gartenanlage erschlossen und vermarktet werden. Die Stadt will den Kreisverband auf dem Laufenden halten. Dann wird mit dem Kreisverband eine Vereinbarung abgeschlossen, in der geregelt wird, dass keine Gärten bei Kündigung neu vergeben werden. Weiterhin ist danach für alle Gärten des Baugebietes keine Pacht mehr zu zahlen. Der eigentliche Kündigungszeitpunkt hängt vom Abverkauf der Bauplätze im Bereich des ehemaligen Arbeitsamtes ab. Wenn die Stadt Fläche aus den Generalpachtvertrag in Anspruch nehmen will, muss sie diese Flächen kündigen, und eine Entschädigung laut Wertermittlung ist an den Pächter beziehungsweise an den Kleingartenverein zu zahlen.

Was empfehlen Sie den Gänsegruben-Gärtnern, wie sie sich jetzt weiter verhalten sollten?

Sie sollten ihre Gärten so gut wie möglich weiter bewirtschaften, denn nur so bleibt die kleingärtnerische Gemeinnützigkeit für den Kleingartenverein bestehen. Je besser der Garten in Schuss ist, um so höher wird die Wertermittlung und somit die Entschädigung sein. Fragen: Frank Hörügel

Frank Hörügel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sachsenweit ist an den Schulen im ersten Halbjahr 2012/13 mehr Unterricht ausgefallen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Schulen in der Region Oschatz liegen im Trend.

03.05.2013

Am kommenden Montag beginnt vor dem Amtsgericht in Leipzig der Prozess gegen drei Jugendliche, die vor drei Jahren versucht haben sollen, den Königreichsaal der Zeugen Jehovas in Oschatz anzuzünden.

03.05.2013

Am neuen Feuerwehrgerätehaus Am Langen Rain wurde gestern Richtfest gefeiert. Außer den Feuerwehrkameraden, Planern, Bauarbeitern, Handwerkern und Gästen begrüßte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) auch Nordsachsens Landrat Michael Czupalla (CDU).

03.05.2013
Anzeige