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Oschatz Ganz Kleinforst im Rock 'n' Roll-Fieber
Region Oschatz Ganz Kleinforst im Rock 'n' Roll-Fieber
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17:17 29.12.2013
"King Kreole" ließ in Kleinforst die "Goldene Höhe" wackeln. Das Konzert am Sonnabend zwischen Weihnachten und Silvester war gut besucht. Quelle: Dirk Hunger

Nach der Völlerei an den Festtagen kam das Konzert der Leipziger Band genau richtig, um sich den Festtagsbraten zu den Klängen von feinstem Rock 'n' Roll von den Hüften zu schütteln.

Wer den typischen Rockabilly-Look erwartete lag allerdings falsch, denn die drei Musiker verleihen den Klassikern von Elvis Presley oder Chuck Berry eine ganz neue Note. Schon die Outfits der Musiker ließen vermuten, dass sie zwar den Stil ihrer Vorbilder respektieren, doch ihren eigenen Kopf haben. Ein Oberteil vom Flohmarkt, ähnlich dem berühmten Pullunder von Olaf Schubert, kleidete die Sängerin Jean LeBlanc erstaunlich und verlieh ihr reichlich Bewegungsfreiheit am Schlagzeug und ein freches Aussehen. Schon auf den ersten Blick war klar, dass sie es faustdick hinter den Ohren hat und der Abend mit ihr am Mikrofon sicher keine Langeweile aufkommen lassen wird.

Wie eine Feder tänzelte Jean LeBlanc durch den Saal, vorbei an den Gästen und überprüfte noch einmal mit geschultem Blick ob die Bühne ihren Vorstellungen entsprach. Ein kurzes Lächeln verriet, dass sie zufrieden war mit dem Arrangement aus Teppichen und im nächsten Moment landeten ihre weißen Ballerinas in einer Ecke und sie begann im Stehen ihr Schlagzeug auf einen langen Tanzabend einzustimmen. Ein Arrangement aus bunten Teppichen sorgte dafür, dass ihr dabei nicht kalt an die zarten Füße wurde.

Sofort wanderten alle Blicke zur Bühne und konnten kaum glauben, mit welcher Kraft diese verführerische Stimme aus der zierlichen Frau drang.

"Ich habe die Band in einem Urlaub auf Rügen das erste Mal gesehen und wollte sie unbedingt auch hier in Oschatz sehen", erinnerte sich Dana Pause. Ein glücklicher Zufall, der den Gästen eine unvergessliche Nacht im Rock 'n' Roll-Fieber bescherte.

Ein wenig Flair aus der Strandbar holten die Leipziger Musiker auch nach Kleinforst, als sie langsame Hula Klänge anstimmten. Schnell wurde daraus wilde Tanzmusik, die den Gästen zuerst in die Beine und dann in den ganzen Körper fuhr.

"Ich war zuerst verdutzt über die Lokation, als ein älteres Ehepaar im Gastraum saß und uns etwas verwundert musterte, doch hier geht es richtig zur Sache. Es ist wunderbar zu sehen, dass wir gut ankommen und begeistern", berichtete Sängerin LeBlanc in einer Pause. Sie zu beobachten, wie sie barfuß, im Stehen Schlagzeug spielte und wie eine Verrückte die Lieder hauchte, schrie und sang war fast genauso unterhaltsam, wie die Musik an sich. Ihr Markenzeichen, die endlos langen Haare flogen dabei wild um ihren Kopf, wenn sie es selbst vor Begeisterung nicht mehr aushielt und wild tanzte. Ganz lässig flankierten sie dabei der Bassist rechts und der Gitarrist links. "Wir sind oft auf großen Bühnen unterwegs aber die intime Atmosphäre hier im Saal lässt es zu, dass wir viel mehr mit dem Publikum interagieren können", erklärte Gitarrist Nero Lemstein.

Das kam auch bei den Gästen super an. Eine bunte Mischung aus Jung und Alt, Stammgästen und Neulingen sorgte für Stimmung. Dana Pause hatte sich im Vorfeld größte Mühe gegeben, Platz für Tänzer, Band und Tische zu schaffen, doch selbst wenn es auf der Tanzfläche zu eng wurde, tanzte man einfach zwischen den Tischen und sogar im Biergarten weiter.

Für Dana Pause war der Abend ein voller Erfolg. "Natürlich freut es mich, wenn das Konzept so gut ankommt. Oschatz hat da ja immer ein etwas schwieriges Publikum, doch heute scheinen alle zufrieden zu sein", so die Gastronomin.

Janett Petermann

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