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Ganz schön plakativ: Wahlkampf am Laternenmast im Landkreis Nordsachsen

Achtung, Satire! Ganz schön plakativ: Wahlkampf am Laternenmast im Landkreis Nordsachsen

Der ideale Ort für Politiker ist das Wahlplakat - denn dort ist er geräuschlos, tragbar und leicht zu entfernen. Diese Worte Loriots treffen sicher nicht auf alle Volksvertreter zu. Aber die meisten von ihnen setzen auf persönliche Akzente und zeigen Gesicht im Kampf um die Wählergunst. Und das mit unterschiedlichen Mitteln.

Ob groß, ob klein, plakativ muss es nur sein – der Wettbewerb ums beste Wahlkampfschild ist meist sehr lustig zu verfolgen.

Quelle: Volkmar Heinz

Oschatz.. Die Faustregel für Wahlwerbung lautet: Je höher das Plakat hängt, desto niedriger ist das Niveau der Partei, die es dort angebracht hat. Während Sie vielleicht noch grübeln, auf welche Vereinigung das zutrifft, schweift mein Blick zu den übrigen Pappkameraden.

Rüdiger Kleinke versteckt seine SPD-Mitgliedschaft relativ klein auf seinen Plakaten. Ein anderes Merkmal ist dafür unübersehbar: Seine Glatze. Das fehlende Haupthaar teilt sich der Direktkandidat aus Delitzsch mit zwei anderen prominenten Namensvettern. Comedian Rüdiger Hoffmann („Hallo erstmal...ich weiß gar nicht, ob Sie es schon wussten...“) und Survival-Experte Rüdiger Nehberg können sich ebenfalls morgens den Schädel auf Hochglanz polieren. Von beiden kann Kleinke etwas lernen, wenn er in die Politik geht – denn Humor und Überlebenswillen sind da wirklich bitter nötig.

Wenn Kleinke, seines Zeichens Weinhändler, trotz emsigen Wahlkampfes am 24. September abends die Prozente purzeln sieht, gibt es einen Trost. Er kann sich dank zwei, drei Griffen ins Regal das Ergebnis schön trinken. Gleiches gilt für den FDP-Bewerber Christoph Waitz. Der hat im Interview verraten, schon selbst Schnaps gebrannt zu haben. Das hat mehr Aussicht auf Erfolg als die Kandidatur für die Liberalen. Denn schließlich haben die Resultate beim Destillieren locker 40 Prozent oder gar mehr.

Doppelt sieht der Betrachter bei Marian Wendts Plakat auch ohne Alkoholgenuss. Er selbst – im schwarzen Anzug gut erkennbar – dahinter, ganz unscharf, ein mysteriöser Mann in Weiß. Der CDU-Bewerber greift zu ungewöhnlichen Mitteln im Wahlkampf. Auf seinem Plakat zeigt er uns vordergründig seine dunkle Seite und lässt die helle Seite dezent im Hintergrund verschwimmen. Und damit hat er wahrscheinlich auch Erfolg.

Von Christian Kunze

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