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Oschatz Gartensparte Billert: Fürs große Summen gibt es ein dickes Bienchen
Region Oschatz Gartensparte Billert: Fürs große Summen gibt es ein dickes Bienchen
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00:33 13.06.2015
Den Bienen in der Sparte Billert wird ein sparteneigener Bestäubungsservice geboten. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Von Hagen Rösner

Schon in der Vergangenheit gab es eine ausgezeichnete Kooperation mit Imker Gerhard Botz. Als der sich 2013 in den Ruhestand verabschiedete, sucht die Sparte Hände ringend nach einem Nachfolger. "Uns ist es außerordentlich wichtig, dass wir hier auch einen Imker vor Ort haben, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass die Erträge günstiger ausfallen. Und überhaupt gehören auch Bienen in einen Garten", sagt der Spartenvorsitzende Christoph Senkel. Senkel wurde bei Gerhard Spindler fündig. Der Lonnewitzer hat die Imkerei an der Agraringenieurschule bei Bernburg von der Pike auf gelernt, arbeitete später als Diplom-Ingenieur für Informationselektronik. Jetzt kümmert sich Gerhard Spindler auch um die Bienen bei den "Billerts".

Neben den normalen Bienenbeuten befindet sich seit dem vergangenen Jahr auch einen ganz besondere Bienenwohnung im Bienengarten der Sparte. Es handelt sich um eine sogenannte Klotzbeute. Das ist ein dicker ausgehöhlter Baumstamm, der eine kleine Einflugöffnung für die Insekten besitzt.

Vor vielen hundert Jahren marschierten die Imker, die damals Zeidler genannt wurden, in den Wald und entnahmen den wilden Bienenvölker in den toten Baumstämmen einfach die Honigwaben. "Später holten sich die Zeidler Stämme aus dem Wald, höhlten diese aus und setzten sich dort die Bienenvölker rein - so entstand die Klotzbeute. Heute macht das niemand mehr, weil es viel zu aufwendig ist", sagt Gerhard Spindler.

Allerdings gibt es in der Oschatzer Region eine Ausnahme - in der Garten-sparte "Billert" befindet sich die vermutlich einzige und letzte Klotzbeute der Collm-Region. "Diese Beute stand noch lange Zeit ungenutzt auf dem Areal der ehemaligen Belegstation im Wermsdorfer Wald. Wir bekamen die Erlaubnis, die Beute zu nutzen. Christoph Senkel hat sie auf der Rückseite mit einem Fenster versehen, damit man die Aktivitäten der Bienen in den ausgehöhlten Stamm beobachten kann", erzählt Spindler.

In dieser Woche besetzte der Imker die Klotzbeute in der Gartensparte wieder mit Bienen - ein spannendes Schauspiel, wenn tausende Bienen mit der Königin den Baumstamm in Besitz nehmen. "Bis zum Herbst wird sich das Volk sicherlich prächtig entwickeln und können sich Neugierige an diesem Anblick erfreuen. Ich lade auch die Schulklassen und Kindergärten aus der Region ein, sich bei uns umzusehen. Gerade über die Imkerei können sie bei uns viel lernen", wirbt Christoph Senkel für einen Besuch in der Kleingartensparte "Erich Billert", die auch schon mehrfach für ihre Lehrgärten ausgezeichnet wurde.

Rösner, Hagen

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