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Geflügelpest: Tiergehege bei Oschatz gehen auf Nummer sicher

Vogelgrippe Geflügelpest: Tiergehege bei Oschatz gehen auf Nummer sicher

Ab in den Stall, heißt es nun für die Tiere von Geflügelhaltern mit kleinen Geflügelbeständen. An diese Vorgabe hielten sich auch die Tiergehege in der Region. So wurden Geflügel im O-Park oder im Tiergehege Dahlen untergebracht.

Als Wildtiere dürfen die Dahlener Schwäne weiter im Freien paddeln.

Quelle: Dirk Hunger

Region oschatz. Seit dem ersten Auftreten der Geflügelpest verschärft sich die Situation in Deutschland in allen Bundesländern nahezu täglich. Daher wurden Maßnahmen und Vorkehrungen getroffen, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Besonders Geflügelhalter mit einer hohen Bestandzahl sind dazu aufgerufen, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Doch auch in den kleineren Beständen, Tierparks oder Teichen werden Vorkehrungen getroffen.

Überdachte Volieren

„Wir stehen immer mit dem Veterinäramt und der Naturschutzbehörde in Kontakt. Zum Glück haben wir noch keinen Fall von Vogelgrippe. Zur Sicherheit sind unsere Hühner im Stall untergebracht“, sagt Katja Bachmann, Leiterin des O-Schatz-Parks in Oschatz.

Ähnlich sieht es auch im Tiergehege in Dahlen-Schmannewitz aus. „Auch hier sind alle Tiere, die für die Vogelgrippe anfällig sein könnten, im Stall untergebracht“, sagt Dahlens Bürgermeister Matthias Löwe. Ein Freilauf sei nicht gegeben. „Die Volieren sind alle überdacht, so dass auch kein Kot von Wildvögeln hier hin kommen kann. Das ist schon von Haus aus so geregelt. Also haben wir kein Problem damit, und es müssen keine Vorkehrungen mehr getroffen werden“, ergänzt er. Wie es hingegen für den Schwanensee in Dahlen aussieht, kann Hartmut Risse von der Wählergemeinschaft Heidestadt Dahlen, die sich um den Teich kümmern, nicht genau sagen. „Bisher haben wir noch keine Hinweise oder Anordnungen bekommen. Sollte es dazu kommen, müssen wir uns etwas einfallen lassen. Aber Wildgeflügel betrifft die Stallpflicht ja noch nicht.“ Abschaffen wollen sie die Tiere auf gar keinen Fall. Es handelt sich bei den Schwänen um ein zertifiziertes Zuchtpaar, das auf dem Teich sesshaft ist. Sie stammen aus einem Zuchtverein in Bremen. „Unsere Schwäne kommen mit Nutztieren nicht in Kontakt. Der Teich ist zum Starten zu klein. Auch die Jungtiere bleiben hier“, erklärt Hartmut Risse.

Besonders besorgt sind hingegen die Rassegeflügel-Züchter. „Am 14. und 15. Januar 2017 haben wir unsere Rassegeflügelschau in Staucha. Das ist das Erntedankfest für die Züchter. Hier werden die besten Tiere ausgestellt. Unabhängig davon, was für Auflagen vielleicht noch kommen werden, sind wir noch immer in der Vorplanung. Die Ausstellung jetzt schon abzusagen, kommt für uns nicht in Frage. Natürlich wäre es sehr enttäuschend, wenn diese schließlich doch nicht statt finden könnte“, sagt der Vorsitzende des Geflügelzuchtvereins Stauchitz und Umgebung, indem ein Großteil der Mitglieder aus dem Altkreis Oschatz stammt. Er befürchtet, dass die Stallpflicht bis Ende März ausgedehnt werden könnte. Die Züchter ziehen jetzt ihr Konsequenzen. Auch er selbst.

Keine artgerechte Haltung

„Jedes Tier, was überzählig ist, wird der Küche zugefügt. Nur die Zuchtstämme und besonders schöne Tiere werden behalten. Gerade bei Wassergeflügel, wie Enten und Gänse, wird es so gehandhabt. Die Tiere wollen im Wasser baden. Das geht im Stall natürlich nicht. Das ist keine artgerechte Haltung. Da gibt es vieles, was man bedenken muss.“ Er befürchtet zudem, dass viele der älteren Zuchtfreunde ganz aufhören werden.

Da es sich bei dem Influenzavirus H5N8 um einen sehr ansteckenden Typ handelt, hat das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt die konsequente Entscheidung getroffen, vorübergehend keine Ausstellungen von Geflügel, Vogelschauen, Märkte oder Veranstaltungen ähnlicher Art mehr zu genehmigen. Für wie lange dieses Verbot aufrecht gehalten wird, bleibt abzuwarten.

Direkten Kontakt vermeiden

„Gemäß der Geflügelpest-Verordnung sind Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren, beispielsweise durch Abdecken mit Planen oder Einlagern in Gebäuden. Damit soll der indirekte Kontakt durch Kot von Wildvögeln verhindert werden. Hunde und Katzen sind von den Stallungen fernzuhalten, da sie über ihr Fell und die Pfoten Kot von Wildvögeln übertragen können“, heißt es seitens des Landratsamts Nordsachsen.

Von Kristin Engel

Dahlen 51.3622295 12.9958666
Dahlen
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