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Oschatz Geflügelzüchter räumen bei Mügelner Schau ab
Region Oschatz Geflügelzüchter räumen bei Mügelner Schau ab
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14:00 18.01.2016
Ausstellungsleiter Lutz Küttner (links) und Vereins-Chef Lothar Barche (rechts) fachsimpeln mit dem Luppaer Züchter Volkmar Beier über einen von ihm ausgestellten Hahn der Rasse Cröllwitzer Puten. Der Luppaer wurde dafür mit dem Kreisverbandsehrenpreis ausgezeichnet.   Quelle: Fotos: Bärbel Schumann
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Schweta

 Ronny Scheibel streift mit seiner Tochter durch die Käfigreihen der Rassegeflügelausstellung im Sportlerheim im Schwetaer Park. Hier und da bleibt das aus Lampersdorf angereiste Duo vor Tauben stehen und der Vater erklärt seiner Fünfjährigen um was für eine Taube es sich handelt. „Die hat aber lustige Füße“, bemerkt Jasmin vor einer Taube mit schwarz-weißem Gefieder, deren Besonderheit die ausgestellten Federn an beiden Beinen sind.

In einigen der Käfige sind auch Kingtauben in voller Pracht zu bewundern, die Ronny Scheibel selbst auf dieser Schau seines Heimatvereins, dem Rassegeflügelzüchterverein Mügeln, ausstellt. „Ich bin gebürtiger Mügelner und halte meinem ersten Verein immer noch die Treue, auch wenn ich inzwischen woanders zu Hause bin“, erklärt der Familienvater. Seit gut 20 Jahren hat er sich der Zucht von Kingtauben verschrieben. „Durch meinen Vater bin ich zur Geflügelzucht gekommen und dem Verein 1998 beigetreten“, erzählte er. So wie sein Vater einst bei ihm das Interesse an der Geflügelzucht weckte, genauso versucht er dies heute bei seiner Tochter Jasmin. „Daheim hilft sie schon emsig beim Füttern und beim Saubermachen der Tiere mit. Das sind nicht gerade wenige, denn ich züchte auch Kaninchen, bin auch hier in einem Verein aktiv“, so der Lampersdorfer. Bei der Schwetaer Ausstellung erhielten von ihm ausgestellte Kingtauben das Prädikat „sehr gut“. Das brachte ihm den Kreisverbandsehrenpreis sowie zwei Zuschlagspreise ein. Jung- und Alttiere waren vertreten. Doch die Jungen schnitten bei den Zuchtrichtern besser ab. Das lässt auf noch bessere Ergebnisse in Zukunft hoffen und auch auf ein gutes Abschneiden bei der nächsten Lipsia-Schau. Denn dort gehörte Ronny Scheibel mit weiteren fünf Züchtern aus seinem Verein im Dezember zu den erfolgreichen Teilnehmern.

Im Ausstellungsraum ist an diesem Sonntagvormittag der Vorstand des Gastgebervereins unterwegs. Die Bilanz, die Lothar Barche, 1. Vorsitzender des Vereins seit April 1995, zieht, kann sich sehen lassen. Zwölf seiner Vereinsmitglieder beteiligten sich an der Schau. Insgesamt stellten 36 Züchter aus fünf Landkreisen 294 Tiere aus. Am meisten vertreten waren Zwerghühner und Tauben. Die vier Zuchtrichter belohnten zehn davon mit der höchsten Bewertung, einem „Vorzüglich“. Die Anzahl der Tiere stellt ein gutes Resultat dar, wenn man bedenkt, dass die Mügelner Schau eine der letzten im zu Ende gehenden Zuchtjahr ist und in vielen Ställen die Züchter bereits alles für den neuen Nachwuchs planen, so der Vorsitzende. Aber es gibt auch einen Wermutstropfen: Wassergeflügel war nicht vertreten. „Verständlich, einige Züchter haben bereits damit begonnen, die ersten Eier für die nächsten Gelege zu sammeln“, fügt der Vereinschef hinzu. Lothar Barche freut, dass die Preisvergabe auf der Ausstellung breit gefächert war. „Die Preise gingen nicht nur an unsere heimischen Züchter. Bei uns haben Auswärtige die gleichen Chancen“, sagte er. So konnte Volkmar Beier aus Luppa unter anderem den Pokal des Bürgermeisters Johannes Ecke bei den Tauben erringen. Seine Tochter Elisabeth wurde mit dem gleichen Pokal in der Kategorie Jugend geehrt. Bei den Hühnern ging der Bürgermeisterpokal an Gerald Thümmler aus Brandis. Den seit 2007 zu vergebenen „Siegfried Bothendorf-Wanderpokal“ – er erinnert an den langjährigen erfolgreichen Züchter und Bäckermeister Mügelns – errang Lutz Küttner. Als gut schätzt Ausstellungsleiter Lutz Küttner das Besucherinteresse ein. Immerhin wurden am ersten Ausstellungstag 120 Gäste gezählt. Der Tierverkauf erfreute sich regen Zuspruchs und spiegelt so das gestiegene Interesse der auf dem Land lebenden Menschen an der eigenen Tierhaltung vor allem im Bereich des Geflügels wider.

Von Bärbel Schumann

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