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Geht das Oschatzer Platsch baden?

Freizeit Geht das Oschatzer Platsch baden?

Der Stadtrat wird am Donnerstag über die Zukunft des Platschbades entscheiden. Dabei geht es nicht um die perspektivische angedachte Badsanierung, sondern um konkrete Maßnahmen in der zweiten Jahreshälfte, um den Bäderbetrieb abzusichern. So soll die eigene Gastronomie aufgegeben werden. OAZ sprach dazu mit OBM Andreas Kretschmar.

Die Zukunft des Platsch-Bades ist ungewiss.

Quelle: Foto: Dirk Hunger

Oschatz. Für die Oschatzer Freizeitstätten GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadt Oschatz sind unruhige Zeiten angebrochen. Schon seit Jahren ist klar, dass das Platschbad in Schieflage geraten ist. Ursprünglich war das Bad und der Betrieb für jährlich 300 000 Besucher berechnet. Doch in Wahrheit blieb die Besucherzahl immer hinter den Erwartungen zurück. Der daraus entstehende Verlust wurde in schöner Regelmäßigkeit von der Stadt Oschatz ausgeglichen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Bereits jetzt gibt es erste Einschränkungen im Betrieb. Als Zukunftsoption ist eine Umprofilierung des Bades geplant. Bei der heutigen Stadtratssitzung werden die Weichen für das Bad gestellt. OAZ sprach dazu mit Oberbürgermeister Andreas Kretschmar.

Herr Kretschmar, seit Wochen ist das Platschbad und die Zukunft des Platschbades Gesprächsthema auf der Straße. Glauben Sie, dass die Bürger gut informiert sind?

In zahlreichen persönlichen und öffentlichen Gesprächsrunden habe ich mitbekommen, dass vieles vermischt wird. Wir müssen zwischen dem Status quo und der Zukunftsmusik unterscheiden. Status quo ist, dass wir heute handeln müssen, damit wir auch morgen noch ein Platschbad haben können. Das betrifft Personalentscheidungen, Öffnungszeiten und Umstrukturierungen. Zukunftsmusik ist die Neugestaltung des Platschbades mit Umbau und der angedachten Installation der Kegelanlage.

Wie sehen die Reaktionen der Bürger aus?

Jeder vertritt seine Interessen. Der eine sagt, ich soll mir das mit den Öffnungszeiten noch mal überlegen, der andere meint, das Kinderbecken muss bleiben. Wollen wir das alles berücksichtigen, wird sich von der Sache her nichts ändern. Das heißt ganz konkret, das Bad ist zu. Und es gab nicht wenige Bürger, die in Gesprächen von einer sofortigen Schließung des Bades gesprochen haben.

Drohen jetzt Kündigungen bei den Freizeitstätten?

Darüber entscheidet heute der Stadtrat. Es gab im Januar eine Betriebsversammlung bei der ich über unsere Vorschläge für den Oschatzer Stadtrat informiert habe. Der Wellness- und Gastronomiebereich der Oschatzer Freizeitstätten sollen eingestellt werden. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung beauftragt, diesen Schritt zu gehen. Mir ist bewusst, dass es für die betroffenen Personen eine bittere Entscheidung ist. Anders formuliert, wenn handeln, können wir Arbeitsplätze erhalten.

Ist das der Anfang einer Liste von Grausamkeiten?

Was heißt Grausamkeiten. Wir sprechen schon seit Jahren von Veränderungen, um die Zuschüsse der Stadt zu senken. Eigentlich hat die Stadt Oschatz schon das dritte Jahr das Geld nicht mehr, um die Zuschüsse zu decken. Es hat verschiedene Stadtratsbeschlüsse mit wirtschaftlichen Vorgaben gegeben. Diese Vorgaben konnten nicht eingehalten werden. Das bedeutet, dass wir das Bad eigentlich schließen müssten. Wir haben alle gewusst, dass Handlungsbedarf ansteht. Jetzt muss gehandelt werden, bevor es zu spät ist. Außerdem sind andere Maßnahmen schon umgesetzt. Der Rutschenturm ist nur zu bestimmten Zeiten geöffnet und das Außensolebecken bleibt im Winter geschlossen.

Gibt es eine andere Wahl?

Wir haben wirklich lange abgewogen, welchen Weg wir gehen müssen. Ich glaube, dass wir einen Weg gewählt haben, der möglich ist und der am Ende auch für Oschatz einen Baderhalt bedeutet. Ich bin mir natürlich bewusst, dass es zahlreiche andere Varianten geben könnte.

Was erwartet die Besucher der Stadtratssitzung?

Ich habe mir vorgenommen, noch einmal die Vorhaben zu schildern. Ich werde erläutern wofür die 6,8 Millionen Euro bei der Sanierung verwendet werden. Ich werde noch einmal genau erläutern, was bleibt vom jetzigen Bestand und was weg soll. Ich versuche das plastisch darzustellen. Was draußen diskutiert wird, 6,8 Millionen Euro für die Kegelbahn, das ist ja Quatsch. Wir brauchen neue Technik, müssen Teile des Bades zurückbauen, das ist alles in der Summe mit drin.

Interview: Hagen Rösner

Von Hagen Rösner

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