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Oschatz Geisterstadt Oschatz? Der MDR zeigt ein differenziertes Bild
Region Oschatz Geisterstadt Oschatz? Der MDR zeigt ein differenziertes Bild
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16:19 10.01.2018
Oschatzer Neumarkt bei Nacht Quelle: Jürgen Albrecht
Oschatz

Die Berichterstattung und Diskussion um den RTL-Beitrag von Oschatz als Geisterstadt lockte jetzt den MDR an die Döllnitz. Montagmittag drehte ein Team für die Sendung MDR um 4, ausgestrahlt wurde das Ganze einen Tag später.

Die Reporter stellten schöne und unansehnliche Ecken im Zentrum gegenüber, sprachen mit Passanten über das, was ihnen an ihrer Stadt gefällt und das, was nicht so toll ist – und damit kam ein deutlich ausgewogenerer Beitrag zustande als jener, der an den Weihnachtsfeiertagen auf dem Kölner Privatsender lief.

Einen Glückstreffer landeten die Journalisten bei Jana Fischer. Die Inhaberin der Wohnungsvermittlungsbörse mit Büro in der Sporerstraße gab ein Interview, stellte eine Rückkehrerin aus Berlin vor, die nach dem Studium in ihrer Heimatstadt arbeitet. Beide brechen eine Lanze für Oschatz. Ebenso positiv kamen Worte der Familienväter Jens Müller und Thomas Schupke an. Als Vorstände der Werbegemeinschaft räumten sie ein, dass in Oschatz mehr los sein könnte – und dass die weitere Belebung der Innenstadt eines ihrer Ziele ist, erfahren daraufhin jene, die nicht in Oschatz leben.

Es gibt allerdings auch kritische Stimmen. So beurteilt der Oschatzer Max Kay auf Facebook den Beitrag „eher mittelmäßig“. Die Stadtsprecherin hätte Locations nennen und das Team hin führen können, argumentiert er. Pressesprecherin Anja Seidel geht vorm Mikrofon allerdings mehr darauf ein, dass der Negativ-Bericht von RTL viele positive Reaktionen hervorgerufen habe, die man nun entsprechend vermarkten könne.

Von Christian Kunze

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