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Oschatz Gelbe Karte für Temposünder
Region Oschatz Gelbe Karte für Temposünder
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16:27 08.10.2013
Katrin Höft aus Schrebitz bekommt von den Schülern der Grundschule "Apfelbaum" in Schweta einen Apfel und eine Grüne Karte. Sie fuhr vorbildlich genau 50 Stundenkilometer. Quelle: Sven Bartsch

Gemeinsam mit der Verkehrswacht und dem Polizeirevier Oschatz führten die Viertklässler der freien evangelischen Grundschule wieder die Aktion "Blitz für Kids" durch.

Von Christian Kunze

"Wie bei einer herkömmlichen Geschwindigkeitskontrolle mit dem Laser-Messgerät werden die Autofahrer herausgezogen", erläutert Polizeihauptmeister Jens Göhre den Hintergrund. Den wesentlichen Unterschied zu üblichen Kontrollen nennt sein Kollege Rolf Lange. "Auch diejenigen Kraftfahrer, die sich an das Tempolimit von 50 Kilometern pro Stunde vor der Schule gehalten haben, werden informiert - und von den Kindern für ihre vorbildliche Fahrweise belohnt", so der Polizeioberkommissar, der gestern ebenfalls mit vor Ort war. An der Grundschule "Auf der Höhe" in Neusornzig, die ebenfalls an einer stark befahrenen Staatsstraße liegt, findet die Aktion "Blitz für Kids" heute statt.

Die Beamten versprechen sich davon, dass die Kinder die erwachsenen Fahrer auf ihr Verhalten hinweisen, einen stärkeren Effekt. "Es könnte auch das eigene Kind sein, was einen Apfel und eine Erinnerung überreicht", sagt Rolf Lange. In einer Unterrichtsstunde verteilten die Apfelbaum-Schüler gestern etliche grüne Karten für angemessene Geschwindigkeit und nur drei Mal eine gelbe Karte, die als Verwarnung für Zu-Schnell-Fahrer zu verstehen ist. "Von Sanktionen sehen wir heute einmal ab, es sei denn, jemand fährt 76 Stundenkilometer oder schneller", so Lange.

Mit immerhin 63 Kilometern pro Stunde ist Christian Bosecke gestern Früh in Schweta unterwegs. Der Vertreter aus Machern schlägt die Hände überm Kopf zusammen, noch ehe die Kinder ihn mit gelber Karte zurechtweisen. "Ich weiß, ich habe eine Fehler gemacht. Ich war in Gedanken", sagt er und entschuldigt sich. Er befürwortet die Aktion, hat er doch selbst eine Tochter, die in zwei Jahren das erste Mal die Schule besucht.

Christian Kunze

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