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Oschatz Gellertpreis 2016 geht an Elvira Dreßen aus Torgau
Region Oschatz Gellertpreis 2016 geht an Elvira Dreßen aus Torgau
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22:11 23.09.2016
Vorstandsmitglied der Sparkasse Leipzig Andreas Koch, Preisträgerin Professor Elvira Dreßen und Nordsachsens Landrat Kai Emanuel wenige Minuten nach der Übergabe des diesjährigen Gellert-Preises am 23.09.2016 im Saal des Heide Spa in Bad Düben. Quelle: Alexander Prautzsch
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Bad Düben

Der mit 5000 Euro dotierte Gellert-Preis von Landkreis Nordsachsen und Sparkasse Leipzig ist am Freitagabend in Bad Düben an Elvira Dreßen verliehen worden. Die 59-jährige Professorin, die die Musikschule Nordsachsen leitet, wurde für ihr musikalisches Schaffen geehrt. Dreßen erhielt den Preis für ihr langjähriges großes Engagement bei der Entwicklung von Kunst und Kultur in der Region Nordsachsen.

„Sie lebt Musik, sie ist die personifizierte Musik“, würdigte Benno Kittler, Geschäftsführer der Torgauer Verlagsgesellschaft, die Geehrte in seiner Laudatio. Die Wiederaufführung der Oper „Dafne“ von Heinrich Schütz, die 1627 auf Schloss Hartenfels als erste deutschsprachige Oper uraufgeführt wurde, zähle zu ihren besonderen Verdiensten. Auch die internationale Sächsische Sängerakademie habe sich dank ihres Engagements innerhalb kurzer Zeit zu einem Festival mit überregionaler Ausstrahlung und großer internationaler Beteiligung entwickelt. In der Musikscheune Melpitz werde unter ihrer Leitung vor allem jungen Künstlern regelmäßig ein Podium geboten. Mit Aktivitäten wie diesen leiste Elvira Dreßen einen herausragenden Beitrag für die Entwicklung von Talenten, Veranstaltungen, Konzertreihen und Festivals für die Region Nordsachsen.

Der Gellert-Preis wurde zum 18. Mal gemeinsam von Landkreis Nordsachsen und Sparkasse Leipzig verliehen. Der Preis leistet seit 1999 einen Beitrag zur Förderung der Künste im Mitteldeutschen Raum. Er wird jährlich wechselnd in den Sparten Bildende Kunst, Musik und Literatur vergeben. Namensgeber ist Dichter Christian Fürchtegott Gellert, der vor 300 Jahren geboren wurde und gilt als einer der bedeutendsten Kulturpreise Mitteldeutschlands.

Frühere Preisträger sind unter anderem Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel, Maler Volker Pohlenz und die Künstlerin Christine Ebersbach. „Alle 18 Preisträger eint“, so Sparkassen-Vorstand Andreas Koch, „der Bezug zur Region und der Wunsch, hier etwas zu bewirken und dies über die Grenzen der Region und Mitteldeutschlands hinaus zu tragen.“ Für den ländlichen Raum sei dies sehr bedeutsam, man treffe hier auf alle Facetten der Kunst, so wie in einer Großstadt auch. Mit der diesjährigen Preisverleihung in der Kategorie Musik schließt sich der Kreis der umlaufenden Vergabe in den Kategorien Bildende Kunst, Literatur und Musik zum sechsten Mal. „18 Preisträger und eine kontinuierliche Verleihung des Kunstpreises seit 1999 sind zugleich Ausdruck großer Nachhaltigkeit und hoher Attraktivität des Gellert-Preises“, hob Landrat Kai Emanuel (parteilos) in seiner Festrede hervor.

Elvira Dreßen zeigte sich sichtlich überrascht. Sie fühle sich geehrt, dass sie für würdig befunden wurde, diesen Preis überreicht zu bekommen. Ihre Dankesworte richtete sie an all jene „die mir geholfen haben, das zu tun, wofür ich heute geehrt werde“, aber auch an ihre Familie, die im Vorfeld oscar-reife Schauspielkünste vollführt hatte, damit die Überraschung gelingen konnte. Zu der von LVZ-Verlagsleiterin Kerstin Friedrich moderierten Festveranstaltung waren neben Vertretern aus Politik, Kultur und Gesellschaft auch die bisherigen Preisträger eingeladen. Künstlerisch würdevoll umrahmt wurde der Abend von den international erfolgreich agierenden Künstlern Marie-Luise Dreßen (Gesang) und Professor Alexander Schmalcz (Flügel).

Von Kathrin Kabelitz

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