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Oschatz Gelungenes "Mustache Festival" am Naturbad Luppa
Region Oschatz Gelungenes "Mustache Festival" am Naturbad Luppa
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16:39 11.08.2013
Bis zum Morgengrauen wurde gefeiert und getanzt. Quelle: Dirk Hunger

Das Tanzen bis ins Morgengrauen hatte seine Spuren hinterlassen. Ein kurzer Blick auf den See, der in der Sonne glitzerte, genügte aber bei den meisten um die müden Lebensgeister zu erwecken.

"Jetzt will ich nur ganz schnell zum Strand und dann weitertanzen", strahlte die noch etwas zerzauste Maria Kiefer, die mit Freundinnen aus Leipzig aufs Land gekommen war, um in gemütlicher Atmosphäre ihre Lieblingsmusik zu hören.

"Wir spielen hier alle Arten von Elektro, House bis Techno", erklärte Organisator Hans Lindenau. Die Musiker sind Freunde der Crew und legen aus Spaß beim zweiten Festival der Reihe auf.

Im letzten Jahr entstand die Idee eines Musikfestivals über ein ganzes Wochenende aus einer Feierlaune heraus. Schnell waren Strom, Musik und Zelt ran geschafft und durch Mundpropaganda fix eine feierwillige Truppe auf dem Weg nach Luppa.

"Was spontan so gut klappte, das zogen wir dann etwas professioneller noch einmal auf und hatten aus unserer Sicht riesigen Erfolg damit."

Das "Mustache", was soviel bedeutet wie Schnurrbart, ist ein non-Profit-Festival und für die jungen Leute einfach eine gelungene Möglichkeit, aus der in ihren Augen "schnöden" Feierkultur ihrer Heimatstadt Oschatz auszubrechen und eine Art Kulturinstitution für Jugendliche zu schaffen, die etwas Besonderes in der Umgebung suchen.

Die Dekoration, die bei Tageslicht an eine Hippie-Kommune erinnerte, entfaltete bei Einbruch der Dunkelheit ihre volle Wirkung. Da alles in Handarbeit innerhalb der letzten vier Wochen gebastelt und aufgebaut wurde, war die Gestaltung des Geländes der ganze Stolz der Musikfreunde.

Die Bühne erinnerte mit ihren selbstgemalten Elementen an den Rahmen eines Puppentheaters. Rund um die Tanzfläche erweckten kleine Podeste und Tribünen den Eindruck einer "Tanzarena". Diese wurde von den Feiernden auch eifrig genutzt.

Zwischenfälle gab es trotz der vielen Besucher keine. "Wir wollen eine Feier ohne sexistische, homophobe und nationalsozialistische Zwischenfälle, und das ist uns auch bestens gelungen", so Hans Lindenau. Auch die Resonanzen aus dem Umfeld waren durchweg positiv. "Sogar die Polizeistreife Freitagnacht war begeistert, wie ruhig und freundlich das alles bei uns ablief", erinnerte sich Lindenau an den nächtlichen Besuch der Ordnungshüter.

Janett Petermann

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