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Oschatz Gemeinde Cavertitz hebt Stunden für Erzieherinnen an
Region Oschatz Gemeinde Cavertitz hebt Stunden für Erzieherinnen an
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13:43 21.02.2018
Der Betreuungsbedarf in den Cavertitzer Kindertagesstätten – hier ein Foto vom Kindertag – steigt. Quelle: Jana Brechlin
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Cavertitz

Die Cavertitzer Kindertagesstätten sind gefragt. Der Betreuungsbedarf steigt, um diesen abzudecken, hat die Kommune bereits eine Stelle für Erzieher ausgeschrieben. Ab 1. April wolle man eine Fachkraft neu einstellen, so das Ziel von Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos). Dabei sei der Zeitpunkt nicht ideal, weil künftige Absolventen erst ab dem Sommer zur Verfügung stehen und das Angebot an passenden Kräften demzufolge eher klein sei. „Trotzdem sind aber Bewerbungen eingegangen, das Verfahren läuft gerade“, fügte sie hinzu.

Noch Kapazitäten frei

Die Gemeinde Cavertitz betreibt zwei Einrichtungen zur Kinderbetreuung: In der Kindertagesstätte Cavertitz werden derzeit 17 Krippenkinder (bis drei Jahre) und 40 Kindergartenkinder (drei Jahre bis zum Vorschulalter) betreut. Am Standort Lampertswalde besuchen elf Krippenkinder und 24 Mädchen und Jungen ab drei Jahre die Einrichtung. „Beide Häuser sind ganz gut besucht, aber noch nicht an der Grenze ihrer Kapazitäten. Wir können also überall noch Kinder aufnehmen“, versicherte Christiane Gürth.

Bis 2019 mehr Bedarf

Es sei absehbar, dass bis zum Sommer 2019 ein erhöhter Betreuungsbedarf abgedeckt werden müsse. „Das hängt mit der Kinderzahl an sich zusammen, weil es einfach mehr Anmeldungen gibt, aber auch damit, dass zum Beispiel mehr Krippen- und Integrationskinder unsere Einrichtungen besuchen, für die ein höherer Betreuungsschlüssel gilt“, erklärte sie.

Erzieher stocken Arbeitszeit auf

Anfang des Jahres beschloss der Cavertitzer Gemeinderät deshalb Vertragsänderungen mit zwei Erzieherinnen: Deren Wochenarbeitszeit ist jetzt von 28 auf 30 Stunden erhöht worden. „Wir haben mit den Kolleginnen gesprochen und konnten so schon ganz kurzfristig eine Anpassung erreichen“, so Gürth. Bisher habe man den Bedarf mit dem bestehenden Personal abdecken können.

Fachkräftemangel trifft Kommune

In beiden Einrichtungen sind zuletzt langjährige Erzieherinnen in den Ruhestand verabschiedet und neue Mitarbeiterinnen eingestellt worden. Ob das aktuelle Bewerbungsverfahren erfolgreich verläuft, bleibt abzuwarten. „Man spürt schon deutlich, dass es hier einen Fachkräftemangel gibt, das trifft uns bei den Erziehern auch“, räumte die Bürgermeisterin ein.

Langfristige Planung schwierig

Ob der Betreuungsbedarf in den nächsten Jahren auf diesem Niveau bleibt, ist abzuwarten. Während dieses Jahr 18 Mädchen und Jungen aus der Kita in die Grundschule wechseln, kommen 2019 nach jetzigem Stand sogar 27 Kinder in die erste Klasse. „Da werden sich die Gruppen in den Kindergärten spürbar leeren“, blickt Christiane Gürth voraus. „Aber es werden ja auch wieder Kinder geboren und es können auch immer noch neue Familien nach Cavertitz ziehen. Das macht eine langfristige Planung im Betreuungsbereich für die Jüngsten so schwierig. Wir können ja nicht hellsehen“, fügte die Bürgermeisterin hinzu.

Von Jana Brechlin

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