Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Gemeinde Cavertitz will Waldwege bei Treptitz abgeben
Region Oschatz Gemeinde Cavertitz will Waldwege bei Treptitz abgeben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:02 16.03.2018
Ein Traum von einem Waldweg. Im Treptitzer Wald dagegen sind viele Strecken überwachsen und müssten aufwendig wiederhergestellt und anschließend unterhalten werden, die Gemeinde will ihre Wege deshalb gern loswerden. Quelle: dpa
Treptitz

Die Gemeinde Cavertitz will ihre Wege in den Treptitzer Waldflächen abgeben. Seit 2015 läuft dort ein Flurneuordnungsverfahren, in dessen Rahmen auch der Wegebau gefördert wird. Ein Ziel des Verfahren sei es, aus vielen kleinen Flurstücken Flächen zu machen, die gut zu bewirtschaften sind, erklärte Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos). Bisher sei das nicht überall möglich gewesen, weil die Zuwegung fehlte. Werden die Grundstücke jetzt neu vermessen und geordnet, habe jeder Waldbesitzer Anspruch auf einen Weg zu seinen Flächen. Dazu komme, dass der Forst eine Bewirtschaftung des Waldes fordere.

Kommune selbst hat keinen Wald

Obwohl die Kommune selbst keinen Wald habe, seien nicht öffentlich gewidmete Wegflächen auf die Gemeinde eingetragen. „Von insgesamt 4784 Metern sind 1180 Meter schon durch Hochwasserbeseitigungsmaßnahmen gebaut wurden. 3604 Meter Wege sind so wie immer“, beschrieb Gürth. Mit Holzerntemaschinen könnten diese nicht befahren werden, manche seien nur ein Trampelpfad, andere mittlerweile völlig überwachsen. Vorschlag der Verwaltung ist deshalb, die Wege an die Teilnehmergemeinschaft übertragen, deren 28 Mitglieder ein Interesse an der Zugänglichkeit ihrer Flächen haben. „Das ist keine Veräußerung unter Wert, weil uns dadurch weitere Verpflichtungen entfallen“, versicherte die Bürgermeisterin, das sei mit dem Kommunalamt bereits abgesprochen.

85 Prozent Förderung möglich

Die Teilnehmergemeinschaft könne dann Fördermittel für den Wegebau beantragen. 85 Prozent an Zuschüssen könnten dafür bewilligt werden. „Wir übernehmen auch einen Anteil an den 15 Prozent Eigenmittel und werden uns nicht ganz zurücklehnen“, sagte Christiane Gürth. Die Gemeinderäte folgten dem Vorschlag einstimmig.

Von Jana Brechlin

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dort, wo heute in der Nähe des alten Sportplatzes noch eine Scheune steht, sollen nach den Vorstellungen von Ralph Schröter aus dem Oschatzer Stadtteil Zschöllau einmal Senioren in einer Wohngemeinschaft leben können. Allerdings soll die alte Bausubstanz nicht saniert werden.

19.03.2018

Zum ersten Gesundheitstag am Wermsdorfer Krankenhaus lud die Klinik Betroffene und Interessierte zu Vorträgen über psychische Belastungen im Alltag ein. Der Stress in unserer modernen Gesellschaft, so Chefarzt Peter Grampp, entstehe vor allem durch Smartphones.

18.03.2018

Neuigkeiten zur Zukunft des Oschatzer Bades: Oberbürgermeister Andreas Kretschmar informierte den Stadtrat über geänderte Bedingungen. Der favorisierte Umbau zur multifunktionalen Freizeiteinrichtung wird nicht wie geplant gefördert. Um dieses Ziel zu erreichen, sucht die Verwaltung neue Finanzierungshilfen.

18.03.2018