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Oschatz Gemeinderat hat kaum Bedenken gegen Schweinezucht in Gaunitz
Region Oschatz Gemeinderat hat kaum Bedenken gegen Schweinezucht in Gaunitz
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18:20 21.10.2015
Die Schweinezuchtanlage in Gaunitz wird mit bis zu zehn Meter hohen Ställen, 19 Meter hohen Futtersilos und einer separaten Löschwasserversorgung ausgestattet. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Gaunitz

Und wieder waren zwei Drittel des Gremiums gegen die Vorbehalte, die vor allem von den Einwohnern von Gaunitz kommen. Vorgesehen ist eine Anlage mit bis zu zehn Meter hohen Ställen, 19 Meter hohen Futtersilos und einer separaten Löschwasserversorgung. Eine Ausnahmegenehmigung bekam der Investor für den Bau von Ställen, die länger als 50 Meter sein dürfen. Kritik kam vom Bund (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Der Verband kritisiert die Kapazität von 8200 Tieren und fordert eine separate Prüfung des Gutachtens über die Geruchsbelastung durch die Anlage. Außerdem hält es der Bund für unzumutbar, dass der Ersatzneubau für die bestehende, marode Anlage an gleicher Stelle - nur etwa 50 Meter vom ersten Wohnhaus entfernt - errichtet werden soll. Er fordert eine Entfernung von mindestens 1500 Metern.

Der zu erwartende Geruch und die Aufstockung des Tierbestandes vor ihrer Haustür fährt den Anwohnern in die Nase. Den meisten Räten ist dagegen das Tierwohl eine längere Diskussion wert als das Menschenwohl. Sechs Bürger übten Kritik daran, zwei von ihnen bemängelten außerdem, dass keiner der Gemeinderäte, die über den Bebauungsplan befinden, in Gaunitz wohnen. Bedenken, die mehrheitlich von den Entscheidungsträgern ignoriert wurden. Einige Räte fanden klare Worte für ihre Ablehnung. So brachte Rainer Schwurack (Freie Wähler) sein Misstrauen gegenüber den Behörden zum Ausdruck, die die Auflagen für den laufenden Betrieb der Anlage kontrollieren. Dieter Dennhardt (Linkspartei) bemängelte, dass man sich nicht ausreichend um einen alternativen Standort bemüht habe, und Andreas Müller (CDU) stört die zu erwartende Geruchsbelastung.

Torsten Kühne und Bernd Girnus (beide CDU) hielten dagegen, dass es nach der Modernisierung nur besser werden könne. Der derzeitige Zustand der Ställe sei inakzeptabel; die Investition Straathofs nachvollziehbar.

Christian Kunze

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