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Oschatz Gemeinderat vergibt Bauaufträge für Kita in Borna
Region Oschatz Gemeinderat vergibt Bauaufträge für Kita in Borna
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16:50 21.02.2018
Kindergarten Liebschützberger Zwerge Schönnewitz Quelle: Dirk Hunger
Borna

Um Haaresbreite wäre der lang geplante Ausbau der Kindertagesstätte „Liebschützberger Zwerge“ im Ortsteil Borna bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend deutlich verzögert worden.

Die Gemeinderäte hatten sich nur wenige Meter von der Kita entfernt in der Kulturscheune Borna versammelt, die Sitzungsleitung übernahm Ronny Schimpke, Stellvertreter des urlaubsbedingt abwesenden Bürgermeisters David Schmidt (CDU).

Es hätte eine kurze Sitzung werden können: Die Tagesordnung umfasste lediglich vier große Punkte, die ersten beiden jedoch sorgten für einen kleinen Eklat im Gemeinderat. Sie betrafen die Vergabe von Bauaufträgen zur erwähnten Kita.

Baukosten übersteigen Planungssumme

Bereits im August vergangenen Jahres war beschlossen worden, die Unterkunft der Liebschützberger Zwerge um einen festen Anbau mit einer Fläche von 30 Quadratmetern zu erweitern, so dass eine weitere Gruppe betreut werden könnte. Die steigende Nachfrage für Kita-Plätze mache dies notwendig. Die Planung war mit rund 138 000 Euro angesetzt worden, eine Förderung von 75 Prozent steht weiterhin im Raum.

Doch schon die Vergabe des ersten Auftrages – hauptsächlich für Bodenbauarbeiten – sorgte für Unmut unter einigen Gemeinderäten. Einerseits, weil die Auftragssumme von 37 530 Euro die entsprechenden Planungskosten um knapp 10 000 übersteigt.

Ausschreibungsverfahren wird kritisiert

Andererseits wurde das Ausschreibungsverfahren selbst kritisiert: Lediglich drei Unternehmen wurden kurz vor den Ferien – zu einem „schlechten Zeitpunkt“ also, wie es hieß – gebeten, Gebote abzugeben. Lediglich eine tat dies auch, deren Angebot wurde schließlich zur Abstimmung freigegeben.

Schimpke betonte in der Diskussion vor allem den engen Zeitplan: Der Baubeginn sei für den 5. März angesetzt, die Fertigstellung bis Juni geplant. Ein negatives Abstimmungsergebnis würde dies um mindestens sechs Wochen verzögern. Bei einer Neuausschreibung sei ungewiss, ob es weitere, wirtschaftlichere Angebote gebe.

Selbiges galt auch für den darauffolgenden Tagesordnungspunkt: die Vergabe der Statik- und Holzarbeiten. Hier setzte sich die Diskussion um das Ausschreibungsverfahren fort, diesmal jedoch gingen Angebote von drei der vier angeschriebenen Unternehmen ein.

Auftragsvergabe für Fenster erst Ende März

Ursprünglich hatte dieser Auftrag auch die Arbeit an Fenstern und Rollladen beinhaltet. Sämtliche Bieter hätten diese Arbeiten, deren Kosten mehr als die Hälfte der Auftragssumme betragen, jedoch an Subunternehmen ausgelagert. Das ist laut Sächsischem Vergabegesetz nicht zulässig. Deshalb werden die Arbeiten an den Fenstern nun separat vergeben, die Entscheidung darüber soll in der nächsten Ratssitzung am 27. März fallen.

Der erste Auftrag ging an die TWT-Sanierungsgesellschaft aus Sörnewitz (zwischen Meißen und Coswig) und wurde mit einem Ergebnis von drei Ja- und zwei Nein-Stimmen bei fünf Enthaltungen mit größtmöglicher Knappheit bewilligt. Bauauftrag Zwei ging an die Holzbau Steinbach GmbH aus Riesa – die Auftragssumme umfasst 24 808 Euro. Hier fiel das Abstimmungsergebnis mit sechs Zusagen, zwei Gegenstimmen und ebenso vielen Enthaltung deutlicher aus.

Dem Baubeginn an der Kita „Liebschützer Zwerge“ am 5. März steht damit nichts mehr im Wege. Jedoch müssen in den kommenden Ratssitzungen noch sechs weitere Aufträge vergeben werden. Für diese versprach Schimpke, mehr Unternehmen anzuschreiben, um die Angebotsbandbreite zu erhöhen.

Von Christian Neffe

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