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Oschatz Gemeinderat von Wermsdorf beschließt Erhöhung der Kita-Gebühren
Region Oschatz Gemeinderat von Wermsdorf beschließt Erhöhung der Kita-Gebühren
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18:01 07.10.2016
Quelle: jens paul taubert
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Wermsdorf

Eltern im Gebiet der Gemeinde Wermsdorf müssen ab Jahresbeginn 2017 für die Betreuung ihrer Kinder in den Kindereinrichtungen der Kommune tiefer in die Geldbörse greifen. „Die letzte Änderung unserer Beitragssatzung gab es 2011“, erklärte Bürgermeister Matthias Müller. Eine Neuberechnung der Gebühren mache sich aufgrund der gestiegenen Kosten notwendig.

Bei der Zusammenstellung der Kosten habe sich gezeigt, dass der Anteil der Personalkosten den größten Posten ausmache. Danach soll künftig die Betreuung eines Kindes in der Krippe für neun Stunden 184 Euro kosten. Bisher waren das 162 Euro. Für die gleiche Betreuungszeit bezahlen Eltern für ein Kind im Kindergarten derzeit 90 Euro. Im neuen Jahr wird das 100 Euro kosten. Auch ein Platz im Hort wird teurer. Statt bisher 52 Euro steigt hier der Betrag auf 58 Euro bei einer sechsstündigen Betreuungszeit an.

Damit steigen die Gebühren in Hort und Kindergarten um 25 Prozent, im Krippenbereich um 21,5 Prozent an. In der Gemeinde Wermsdorf gibt es in Calbitz und Wermsdorf Hortplätze, in Luppa, Lampersdorf, Mahlis, Liptitz, Calbitz und Wermsdorf Einrichtungen für Kinderkrippen- und Kindergartenkinder. Egal in welcher Trägerschaft sich die Einrichtungen befinden, die Beitragssätze für Eltern sind die gleichen. Im Vergleich zu den Nachbarkommunen seien die Beitragssätze recht gut, erklärte der Bürgermeister.

Bevor es zum mehrheitlichen Beschluss – es gab später 9 Befürworter, sowie vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen – über die ab 1. Januar geltenden Beitragssätze kam, meldeten Gemeinderäte ihre Bedenken an. Kurt Müller (CDU) sprach davon, Bauchschmerzen bei diesem Beschluss zu haben, denn er gehe ja gegen die Kinder. „Aber die Kosten wie EEG-Umlage, Stromkosten steigen und unsere Erzieher wollen ja auch ordentlich bezahlt werden“, so Müller. „Mein Herz sagt nein zur Erhöhung, aber mein Verstand ja“, erklärte Helga Sembdner. Ein weiterer Beschluss, nämlich der über eine neue Satzung für die Kindertageseinrichtungen wurde gefasst. Er regelt zum Beispiel neu, dass Eltern die Möglichkeit erhalten ihr Kind auch über zehn Stunden hinweg in einer Einrichtung betreuen zu lassen. Ein Nachweis der Notwendigkeit dieser Betreuung aufgrund auswärtiger Arbeit und damit verbundener langer Anfahrtswege müssten Eltern erbringen. Auch andere Dinge, wie beispielsweise die Unterbringung von Gastkindern in Krankheitsfällen in den Familien sei neu geregelt. Außerdem wird in dem Neubeschluss die taggenaue Abrechnung beim Wechsel eines Kindes in einen anderen Betreuungsbereich gewährleistet.

Von Bärbel Schumann

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