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16:56 15.07.2013
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Oschatz

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Der erste Austausch führte nun die Jugendwehren in Oschatz zusammen.

"Ich bin begeistert. Wir sind sehr herzlich empfangen worden", erklärt Patryk Danielewicz, stellvertretender Gruppenleiter bei der polnischen Jugendfeuerwehr mit Hilfe eines Dolmetschers. Begeistert zeigen sich er und seine Mitstreiter vom Europäischen Jugendcamp in Oschatz, in dem die Jugendlichen während ihres Aufenthaltes untergebracht sind. Gleich am Ankunftstag seien mit den Oschatzern erste Freundschaften geschlossen worden, wenngleich die polnischen Jugendlichen fast alle etwas älter als die Mitglieder der Oschatzer Jugendfeuerwehr sind und auch kaum Deutsch sprechen. "Aber wir haben mit Händen und Füßen oder auch mit etwas Englisch uns verständigt", berichtet Patryk.

Unterdessen haben die jungen Leute an diesem Sonntagvormittag vor dem Feuerwehrdepot Aufstellung genommen. Gemeinsames Üben steht auf dem Programm, schließlich will man voneinander lernen.

Noch ehe das Üben beginnt, erklärt der Leiter der Klodawaer Jugendfeuerwehr Tomasz Baranski, dass er begeistert ist, wie viele praktische Gruppenübungen zur Ausbildung der Oschatzer Jugendfeuerwehr gehören. Bei ihm sei das nicht so umfangreich der Fall. Zudem sei ihm und seinen Begleitern aufgefallen, dass Oschatz eine sehr saubere Stadt ist. In Polen seien gerade neue Gesetze hinsichtlich des Umweltschutzes beschlossen worden. Anregungen zum Trennen des Mülls wie hier in Deutschland nehme er mit.

Für den Oschatzer Leiter der Jugendfeuerwehr Marcel Schmidt war es beeindruckend, welche Disziplin in den Reihen der JFFW herrscht. "Die Mitglieder können toll marschieren und haben sogar eine Antreteordnung", erzählt Schmidt. Interessant sei zu hören gewesen, dass die Mitglieder der Feuerwehr die finanziellen Mittel für ihre Kleidung und andere Ausrüstung selbst einwerben. Vergleichbar sei das mit Vereinen bei uns. Zugleich legten die polnischen Feuerwehrleute großen Wert auf die Ausbildung im Bereich Erste Hilfe, da sie oft auch zu Unfällen gerufen werden.

Lob spricht der Leiter der polnischen Jugendwehr an die Oschatzer Gastgeber, vor allem auch an Jugendarbeiter René Werner, für das interessante Aufenthaltsprogramm aus. "Wir haben wirklich viel erlebt. Sehr interessant war die Fahrt nach Dresden mit dem Besuch der Feuerwache", berichtet Tomasz Baranski. Aber auch die Treffen mit den Oschatzer Jugendlichen im Eurocamp oder beim Tanz- und Grillabend werden alle so schnell nicht vergessen.

Unterdessen ist die große Drehleiter mit Korb vor dem Depot ausgefahren. Ganz Mutige aus beiden Jugendwehren steigen ein und werden empor gefahren. Ihre Mitstreiter beobachten das Geschehen derweil von unten aus. Als schließlich eine Trage darauf festgemacht wird, um zu zeigen wie Verletzte auch aus Höhen sicher geborgen werden können, wird ein Mutiger aus den Reihen der jungen Leute gesucht, der sich darauf legt. Ein Mädchen von den Sanitätern der polnischen Jugendwehr meldet sich. Später wieder zurück auf dem Boden der Realität, bekommt sie für ihren Einsatz spontan Beifall von allen. Später wird ein Löschangriff gemeinsam geübt.

"Wir sind traurig, dass es schon wieder nach Hause geht, da sich doch viele Freundschaften entwickelt haben. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht. Im nächsten Jahr hoffe ich und alle anderen, dass wir die Oschatzer bei uns in Klodawa begrüßen können", erklärt Darota Chrapkowska.

© Kommentar

Bärbel Schumann

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